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Zuschüsse an
Musikschule Aalen und VHS Aalen streichen:
Aalener Theater
privatisieren oder ganz auf-
lösen: "Uraltverträge mit Kirchen auflösen"
Bündelung aller mit Kultur- und
Kulturschaffenden Ämter u.
Einrichtungen in zentrale Einrichtung nach dem "Jena-Modell"
Aalen. Die Fraktion der
FDP/Freie Wähler hat für die Sondersitzung des Aalener Gemeinderates am
Donnerstag Sparvorschläge eingebracht und will damit das Grünflächenamt im
Aalener Rathaus stutzen (Bild rechts): Die Motoren
der FDP/FW-Fraktion Thomas Rühl (links) und Vorsitzender Bernhard Ritter:
1.) Das Grünflächenamt soll verschlankt und dafür zum Teil privatisiert
werden. Auch sollen einzelne große Aufgabenbereiche ausgeschrieben und
vergeben werden (Beispiel Schwäbisch Gmünd), sofern sich das als dauerhaft
kostengünstiger erweist.
2.) Die Erkenntnisse sollen umgesetzt werden, die der Gemeinderat in Jena
gewonnen hat: eine Bündelung aller mit Kultur befassten und
Kulturschaffenden Ämter und Einrichtungen in eine zentrale
Instanz/Einrichtung - ohne Schaffung eines weiteren und zusätzlichen Amtes.
3.) Die Idee einer Bürgerstiftung für den Bereich des Theaters soll wieder
aufgegriffen und ernsthaft weiterverfolgt werden.
4.) Um die Stadt im Bereich der EDV effektiver und kostengünstiger
aufzustellen, soll ein hauptberuflicher Informatiker eingestellt werden -
und zwar zusammen mit den anderen großen Städten im Ostalbkreis, die sich
auch die Kosten dafür teilen. Professionalität vermindert hier
EDV-Doppelstrukturen und Kompatibilitätsprobleme.
5.) Der Zuschuss ( 20.000€ ) für das Technologie-Zentrum in Ulm soll
gestrichen werden.
6.) Die Weihnachtsfeier des Gemeinderats soll kostenneutral durchgeführt
werden.

Vorsitzender
und rektor Bernhard Ritter ist zwar schon bei der TSG Hofherrneiler als
Vorsitzender zurück getreten, will aber politisch wei-ter aktiv bleiben,
sagte er der AIZ auf Anfrage. Weil "Königssohn Rühl" Sparliste vortragen
durfte hatten viele schon spekuliert Ritter sei bereits heute schon
amtsmüde. AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Die Begründung der Fraktion der FDP/FW durch Gemeinderat und Humorist und
Pressesprecher Thomas Rühl und designierter Nachfolger des derzeitigen
Noch-Vorsitzenden Bernhard Ritter aud Hofherrnweiler: "Wir müssen sparen.
Alle Fraktionen heißen diese Erkenntnis gut und überfällig und wollen dazu
beitragen. Aber niemand will das bei den Themen tun, die seine Partei, seine
Klientel, seine Ideologie und seine Ortschaft betreffen. Da es wegen meiner
Sparvorschläge im Gemeinderat sicher einige Aufschreie geben wird und es bei
der leider inzwischen vorherrschenden Sitzungskultur und Sitzungsführung
sehr leicht möglich sein kann, dass unsere Vorschläge vor lauter Rede und
Gegenrede gar nicht durchdringen bzw. ich gar nicht gehört werde (es werden
wiederholt Wortmeldungen einfach übergangen!), werde ich Ihnen im folgenden
meine Vorschläge/Anträge schriftlich unterbreiten.

Neue Vorstand
der FDP/FWG unter Führung von Bernhard Ritter.
Es sind dies die persönlichen Anträge des Stadtrats Thomas Rühl - nicht die
der Fraktion. Einzelne meiner Vorschläge/Anträge werden von der Fraktion
unterstützt und für gut befunden. Möglicherweise gehen Ihnen daher ähnliche
Anträge der Fraktion über Herrn Ritter zu. Ich beantrage:
Unabhängig von diesen
Einzelanträgen beantragt Rühl "aus Gerechtigkeitsgrün alternativ dazu eine
pauschale Ausgabenkürzung quer durch den gesamten Haushalts in Höhe von 10
%. Die vorgelegte Sparliste der Verwaltung halte ich ausdrücklich sinnvoll
und sie soll auch nicht durch meine Vorschläge berührt werden."
Rühls eigene Erkenntnis: "Ich gebe zu: das ist zum Teil
starker To-bak. Aber in Anlehnung an einen bekannten Werbespot möchte ich dazu nur
bemerken: Ist das zu stark, sind wir zu schwach! Stärke ist das, was wir beim
Sparen brauchen, auch und gerade wenn es unpopuIär ist und uns Wählerstimmen kosten
wird." Fazit: Diese Streichliste kann jeder Bürger gerne schlucken.
Dieter Geissbauer
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