LESERBRIEF an die AIZ zum aktuellen Thema Gewalt             
 Jeder von uns kann schon heute das nächste Opfer werden!

"Immer weniger Polizei-Beamte auf der Stra-
ße dafür aber mehr gewaltbereite Bürger!"

Zum AIZ-Artikel "In fast jeder Ostalb-Schule gibt es Schüler u.
Lehrer die regelrecht fertig gemacht werden"

 
Schwäbisch Gmünd. Sehr geehrter Herr Geissbauer, die Ativitäten der Herren Grosser u. Stahl,  wie auch Ihr redaktioneller Bei-trag, sind ohne Einschränkung zu begrüßen. Zunehmende Gewalt in unserer Gesellschaft ist Fakt u. lässt sich nicht verschweigen. Immer weniger Polizeibeamte auf der Stra-ße, dafür aber  mehr  Mitbürger, von denen man bei subjektivem Empfinden annehmen könnte, dass diese in weniger angenehmen Situationen, plötzlich an akuten "Störungen des Hörvermögens" , und dem Verlust der "Sehkraft leiden".

Das geht so weit, dass es potenziellen Tätern möglich ist,  an einem Wochentag, bei Tageslicht, an einer belebten Bushaltestelle in der Innenstadt, einfach einen Menschen "abzustechen". Und dann der Hammer: Die vielen Menschen an der Haltestelle, hatten gerade in diesem Moment, die schon erwähnten Schwierigkeiten mit den Augen u. den Ohren.

Ausnahmen bestätigen die Regel. Ein Mann wird in Schwäbisch Gmünd von mehreren Personen niedergeschlagen u. weiterhin massiv bedrängt. Mehrere  mutige Mädchen kommen hinzu u. greifen mit den ihnen gegebenen Mitteln ein. Sie erreichen damit, dass die Täter den Angriff beenden. Bravo kann man da nur sagen - wahre Helden/innen.

In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass sehr viele Menschen über ein Mobiltelefon verfügen. Es daher nicht zu verstehen, dass es Menschen gibt, die in Notsituationen anscheinend nicht in der Lage sind einen (kostenfreien) Notruf abzusetzen.
 
Natürlich muss sich niemand der Gefahr aussetzen selbst Schaden zu erleiden. Eigensicherung hat oberste Priorität. In entsprechenden Gefahrenlagen kann es Sinn machen, am Tatort vorbei zugehen, um dann aus verdeckter Position Hilfe herbeizurufen. Denken Sie daran - der Angriff auf den Körper eines Opfers ist zugleich auch ein Angriff auf die Psyche. Opfer von Gewalttaten erleben Ohnmacht, Ekel, Trauer, Wut und manchmal Todesangst. Bei ungünstigen Voraus-setzungen können diese Empfindungen (posttraumatisch) ein le-benslanger Begleiter sein.  

Und jeder kann das nächste Opfer werden!  Stellen Sie sich vor  Sie werden, nur weil Sie zur falschen Zeit am falschen Ort sind, plötzlich und ohne Grund  zusammen geschlagen und keiner sieht hin..

Mit freundlichen Grüßen
Alfred Brandner
Rettungsassistent
Instruktor für Selbstverteidigung
Taekwondo - Meister Grad. WTF
73525 Schwäbisch Gmünd
alfred.brandner52@t-online.de