|
Aalen einwohnerstärkste
Stadt in der Region Ostwürttemberg
Aalener Dezernenten rechnen mit Zuwachs
von 2.000 Menschen alleine in der Kernstadt
"Boomt nicht nur in städtebaulicher
Hinsicht sondern auch bei
der Einwohnerzahl: Wir schaffen bald auch die 70.000 Marke"

Taten
statt Versprechen: Mjt dem Ehepaar Rentschler ging es in Aalen besonders
steil bergauf.
AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen. Die Stadt Aalen boomt nicht nur in städtebaulicher Hinsicht, sondern auch bei der
Einwohnerzahl geht die Kurve steil nach oben. „Wir schaffen bald die 70.000
Marke", prognostizierte Oberb-ürgermeister Thilo Rentschler anlässlich der
neuen Statistik-statistik für die Stadt Aalen. Allein in den ersten fünf
Monaten des Jahres 2016 hat die Einwohnerzahl um fast 400 Personen
zugenommen, damit zählt Aalen Anfang des Monats Juni 66.805 Einwohner. Noch
vor acht Jahren lag diese Zahl um einiges niedriger, bei 66.146 Personen.
Doch seit März 2011 nimmt die Einwohnerzahl kontinuierlich zu.

Woher kommt die Zunahme bei der Bevölkerungszahl, die besonders in der
Altersgruppe 18 bis 35 Jahre hoch ist. Eine der Ursache ist die Zunahme bei
den Wanderungsbewegungen, das heißt bei der Zahl der Zuzüge nach Aalen. Die
Stadt hat deutliche Zuwächse zu verzeichnen, denn es ziehen seit 2011
weniger Menschen weg, als zuziehen. Wie bei anderen Kommunen auch ist der
entscheidende Faktor bei den Zuwächsen die in den vergangenen Jahren
gestiegene Zahl der Zuwanderer aus dem europäischen Ausland. Auch in Aalen
bestätigt sich der landesweite Trend, der das Plus bei der Einwohnerzahl
insbesondere durch den Zuzug von Menschen mit ausländischer
Staatsangehörigkeit verorten kann. Seit 2011 hat die ausländische
Bevölkerung in Aalen um etwa 1.700 Personen zugenommen.
Starker Wirtschaftsstandort Aalen: Diese Zahl spricht auch für die große Attraktivität des Wirtschafts- und
Studienstandorts Aalen. Die Zuwanderer finden in Aalen ideale
Voraussetzungen für Studium und Arbeit vor. Die positive Entwicklung der
Hochschule und deren Renommee im Ausland sorgen für einen Zustrom an
ausländischen Studierenden, die während der Dauer ihres Studiums in Aalen
wohnen und leben.
Die intensive Wohnbauförderung in Aalen und den Teilorten wird, davon ist
Oberbürgermeister Thilo Rentschler überzeugt, die noch fehlenden 3.000
Einwohner bis zur 70.000-Grenze nach Aalen holen. „Wir wollen gemeinsam mit
der städtischen Wohnungsbau im Rahmen unserer Wohnbauoffensive in den
nächsten acht Jahren ein 100-Millionen-Euro - Paket umsetzten, damit können
wir den dringend benötigten Wohnraum schaffen", erläuterte er eine wichtige
Maßnahme einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung. Denn mehr Wohnraum
bedeute auch mehr Einwohner. Auch die privaten Bauträger seien hier
gefordert, denn nur mit deren voller Unterstützung gelänge es, bezahlbaren
Wohnraum in ausreichender Menge bereitzustellen, betont der OB.
'
Die Dezernenten rechnen mit einem Zuwachs von mindestens 2000 Menschen
allein in der Kernstadt. Dazu kommen noch 500 -700 in Wasseralfingen, 150 –
200 in Unterkochen und 200 in Unterrombach. In den weiteren Teilorten werden
zwischen 50 – 100 Einwohner erwartet. Möglich wird dies durch die
zahlreichen Wohnbauprojekte, wie beispielsweise das Stadtoval, das Quartier
am Stadtgarten, das Grünbaumareal, die Maiergasse in Wasseralfingen, die
Neue Mitte Dewangen und der Unterkochener Hungerbühl.
Als zusätzlichen Anreiz für den deutlichen Aufwärtstrend bei der
Bevölkerungszahl ist der Zuwachs der zu erwartenden neuen Arbeitsplätze in
den kommenden Jahrzehnten zu nennen. Auch in diesem Sektor investiert die
Stadt in die Weiterentwicklung vorhandener und potentieller Gewerbeflächen.
Aalen ist Bildungsstadt: Aber nicht nur eine aktive Wohnbaupolitik und eine Förderung der
Gewerbeansiedelung durch eine Stadt ist ein wesentlicher Faktor für ein
deutliches Plus bei der Einwohnerzahl. Insbesondere ein gutes Angebot an
Kinderbetreuungsplätzen und ein umfassendes Schulangebot sind ein wichtiges
Kriterium für mehr Zuzug von außen. „Wir sind eine Bildungsstadt", erläutert
Rentschler die Planungen der Stadt und erinnert an das umfangreiche
Schulbausanierungsprogramm, das auf seine Initiative vergangenes Jahr
gestartet wurde. Nach Abschluss dieses Investitionspakets bis in fünf Jahren
dürften rund 50 Millionen Euro in die Infrastruktur der städtischen
Schulgebäude investiert worden sein.
Der aktuelle Kinderbetreuungsplan der Stadt AKITA+ hat auf Grundlage der
neuen Bevölkerungsprognose eine Aufstockung der Betreuungsplätze ermittelt.
Hier wird die Stadt höchst flexibel in Kürze das bestehende Angebot
ausweiten. „Unserem Anspruch einer familienfreundlichen Stadt werden wir nur
dann gerecht, wenn wir stets die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Auge
haben." Rund 10 Mio Euro will die Stadt in die Verbesserung der
Infrastruktur bei der Kinderbetreuung investieren.
Vergleich zu Städten der Regionen: Bereits heute ist Aalen die einwohnerstärkste Stadt in der Region
Ostwürttemberg. Die Stadt Heidenheim hatte zum 30.9.2015 47.924, Schwäbisch
Gmünd knackt in diesen Tagen die 60.000 Marke. Im Verbund mit den
umliegenden Gemeinden, ist Aalen das Zentrum eines Nerzwerkes aus
attraktiven Unternehmensstandorten, Wissenszentren und Kulturangeboten. Mit
dem Ziel einer stärkeren Verflechtung hat die Stadt Aalen den
Wirtschaftsraum „Aalen plus" ins Leben gerufen. Dadurch sollen der
interkommunale Austausch gestärkt und die gesamte Raumschaft von den
Synergieeffekten profitieren. „Aalen möchte weiterhin der Motor auch für die
Gemeinden rund um unser Stadtgebiet sein", erläutert der OB. „Mit der
Bündelung unserer Kräfte können wir sowohl auf der politischen Ebene als
auch im wirtschaftlichen Sektor unsere Schlagkraft ganz enorm erhöhen."
|