Interessante Ausstellung bis 16. Juni im der Rathaus-Galerie:
Chagall war und ist in Ausstellung im Rath-
aus in Aalen ein biblischer Missionar im Bild

Chagall möchte in seinen Werken nicht Realität, sondern ein-
en Seelenzustand" wieder geben u. schuf über 1.000 Werke

Spannende Künstlergespräche der "Aalener Christen": Links Stadt-parrer Bernhard Richter u. Dekan Dr. Pius Angstenberger und rechts der evangelische Dekan Drescher.        AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen.
Nach der Eröffnung des Kirchentages 2013 im Kleinen sitzungssaal des Aalener Rathauses wurde anschließend gemein-sam die "Chagall-Ausstellung" eröffnet: "Seit meiner frühestens Jugend hat mich die Bibel gefesselt", steht in der kostenlosen Kirchenzeitung. zu sehen sind im Rahmen des vierten ökume-nischen Kirchentags in Aalen wird vom seit 6. bis 16. Juni im Aalener Rathaus eine Ausstellung mit Lithographien von Marc Chagall. Am Mittwoch, 12. Juni, 19.30 Uhr, gibt es dazu einen Diavortrag von Ulla Katharina Groha mit dem Titel Marc Chagall - Der Malerpoet" im Torhaus der VHS: Ein Einblick in das Lebenswerk Chagalls aufgezeigt.

Chagall-Selbstbildnis auch in religiöser Sicht besonders bedeutend
Ich las die Bibel nicht, ich träumte sie", hat der große jüdische Maler Marc Chagall einmal gesagt. 42 solche Traumbilder" zur Bibel zeigt die Ausstellung im Aalener Rathaus. Chagall möchte in seinen Werken nicht die Realität, sondern einen Seelenzustand" wieder geben. Dies zeichnet Chagalls einzigartigen Malstil aus. Chagalls farbige Träume wurzeln tief in seiner russisch-jüdischen Herkunft. Die Vorfahren des Malers waren Chassidim, deshalb war er von Kindheit an mit der hebräischen Bibel, dem Alten Testament, vertraut. Am 7. Juli 1887 wird Marc Chagall als erstes von neun Kindern in eine einfache jüdische Familie in einem Dorf bei Witebsk/ Russland geboren. 1909 lernt er Bella Rosenfeld kennen. Seine Begegnung mit Bella und die Heirat mit ihr 1915 haben Chagalls Bilder stark inspiriert. St. Petersburg, Paris, Berlin und Moskau sind Stationen seiner Künstlerlaufbahn. 1937 erlangt er die französische Staatsbürgerschaft. 1941 flieht er vor den Nationalsozialisten in die USA, wo Beila 1944 an einer Virusinfektion stirbt. 1948 kehrt Chagall wieder nach Frankreich zurück.

Bereits 1930 erhielt Chagall den Auftrag, die Bibel mittels Radier-ungen zu illustrieren. In den Jahren 1956 und 1960 schuf er Farblitho-graphien zu biblischen Themen. Die in Aalen ausgestellten Bilder waren nicht leicht zu bekommen, sagte stadtpfarrer Bernhard -richter, aber sie stammen aus dieser Periode: "Bibel: Quelle der Poesie" In seiner Rede zur Eröffnung der Message Biblique Marc Chagall in Nizza im Jahre 1973 sagte er: "Seit meiner frühen Jugend hat mich die Bibel gefesselt. Sie erschien mir immer und erscheint mir wie Glasfenster". Selbst  am Todestag im Jahr 1985 malte er mit noch "Dem an Licht zu". Gemäß seinem  Wunsch wurde er auf dem Friedhof in St. Pa Vence bei Nizza beigesetzt.

Chagall hat mehr als 1.000 Litograhien gefertiogt und dabei eine Bibel in Bildern aufgemalt, auf Engel und Personen der Bibel einen der ersten Plätze einnehmen, aber in der Sarstellung der Figuten Geschichten erzählt werden: Eben eine Bilder-Bibel die seinesgleichen sucht und nicht findet. die Werke muss man eben selbst einmal in der Kleinen Rathaus-Galerie gesehen werden und kommt zum Fazit: Chagall war auf seine Art und Weise des Ausdruckes in Figuren und Farben ein genialer Missionar, der die bibel bebilderte. Dieter Geissbauer und Werner Dombacher (Aalener Kirchenzeitung 2013)









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