Am Freitag dem 18. Juni war wieder glanzvolle Eröffnung:
Mehrere 100.000 Spitzen-Blumen verwandeln
Aalen zehn Tage in historische Blumenstadt
Wer jetzt also nicht nach Aalen kommt und die City besucht ist
selbst schuld wenn später noch die Generationen  schwärmen

OB Gerlach eröffnete im Rathaus die historischen Blumentage der City und schon schien die Sonne.        AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer

Aalen. Die Aalener City "blüht" dieses Mal historisch und innerhalb einer Woche hat sich bis zur Eröffnung Dank des Blumen-Meeres und der Aalener Kreativität Aalen zur Blumenstadt gewandelt. Mitten in diesem Blumenmeer wollte am Freitag 18. Juni 2010 um, 17 Uhr in gebührlichem Abstand zum verlorenen deutschen WM-Fußball-spiel OB Martin Gerlach die Blumen-Aktion 2010 wie immer glanzvoll eröffnen. Das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung und als dann vor etwa 200 Gästen im Foyer des Rathauses OB Gerlach  die Blumenschau eröffnete schloss Petrus seine Schleusen getreu den Aalener Motto: "Wenn der OB spricht lacht die Sonne".

Das "historische Klassenzimmer" wo einst sehr hart gepaukt wurde.
Unter den Gästen begrüßte OB Gerlach erstmals wieder Landrat Klaus Pavel und CDU-MdL Winfried Mack und viele Eröffnungs-Gäste. Gerlach verlas brav sein vorbereitetes Manuskript und konnte es dennoch nicht lassen ein Schmankerl los zu werden: "CDU-MdB Roderich Kiesswetter (inzwischen ein Aalener) hat sich für sein Fern-bleiben entschuldigt. Kiesswetter sagte mir er habe einen sehr wichtigen Termin mit unserem Ministerpräsidenten" und dabei schaute der OB ein bisschen verschmitzt in Richtung Mack der eigentlich der Mappus-Ansprechpartner für die Ostalb ist und doch gekommen ist und das Volk lachte als hätte es zwischen den Zeilen verstanden "Kiesewetter hätte sich eine bessere Ausrede keinesfalls lassen können".

Der Spritzenhausplatz wurde so aufgewertet: Sogar Ruhebänke da. 
Angesichts der schönen Blumenpracht in Aalen vom Bahn-hofsvorplatz bis zum Rathaus gab es viele Dankes-Worte des OB zur Eröffnung: Gerlach lobte natürlich die Gärtner aus Aalen und Umgebung sowie die Sponsoren für ihren weltmeisterlichen Beitrag an verschiedenen Plätzen der Innenstadt gelobt und die gärtneri-schen Gestaltungen würden höher als den WM-Sieg eingeschätzt:

Eisenbahn der Eisenbahnstadt Aalen und Blumen vor Hauptbahnhof.
Die neue Blumen-Aktion wird vom zusammen mit dem ACA, dem BDS und den heimischen Unternehmen  zehn Wochen lang durchgeführt und wird wieder Hunderttausende in die Aalener City aber auch in die Außenbereiche wie dem Hauptbahnhof Aalen wo auch ein Blumenmeer aufgebaut wurde locken.

Schönste was es gibt: OB Gerlach spricht Volk aus dem Herzen.    
Seit 18. Juni bis zum 29. August werden auch die gärtnerischen Heinzelmännchen im Hintergrund vor allem der Aalener Stadt-gärtnerei alles am Blühen halten und natürlich unbeobachtet von der Öffentlichkeit nicht nur mit Liebe ihre historischen Blumen-Werke mit Wasser versorgen sondern auch das kostenlose Vergnügen Aalen als historische Blumenstadt ohne Weltmeister-Pokal ewig in bester Erinnerung behalten:

Beifall gab es für OB auch von W. Mack und Landrat Klaus Pavel.   
Wer jetzt also nicht nach Aalen kommt und die City besucht ist selbst schuld wenn später noch Generationen von dieser herrlichen Blumenpracht schwärmen, die leider nicht ewig halten, aber ein Beispiel für fortschrittliche Kundenwerbung auf der ganzen Ostalb Dank von Hunderttausenden Blumen wieder ist.

Mit Liebe gemacht: Super-Arrangement an der Aalener Stadtkirche. 
Aalen City blüht - historisch" besteht aus folgenden Plätzen die nach der Eröffnung gemeinsam mit den Ehrengästen besucht wurden: Platz vor dem Rathaus, Erzabbau : Die Anfänge der Stufenerzgrube Aalen lassen sich bis in das 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Aus einer Urkunde Karls des IV. von 1366 leitete das Zisterzienserkloster Königsbronn das Recht her, Eisen zu graben und zu verhütten.

Da es auf dem Klosterterritorium jedoch keine Erzvorkommen gab, entstanden die Aalener Gruben am Burgstall" sowie am Roten Stich" beim Grauleshof. 1614 schlossen das Herzogtum Württemberg und die Reichsstadt Aalen einen Vertrag, der dem Herzog das Recht einräumte, den Erzabbau auf Aalener Boden auszuüben. Die Reichsstadt erhielt dafür eine Gewinnbeteiligung in Form eines Erzzolles. Ab 1820 entwickelte sich das Bergwerk am Braunenberg bei Wasseralfingen zum größten und bedeutendsten Grubenstandort im Königreich. i888 beschloss der Bergrat den Bedarf des Hüttenwerks Königsbronn mit billigeren Erzen aus der Grube in Wasseralfingen zu decken und gab daher das Stufenerzbergwerk in Aalen auf. Unter dem Namen Faber-du-Faur-Stollen" wurde die Aalener Grube in den Jahren 1939 - 1948 erneut betrieben.

Die "Blumen-Ampel" zwischen dem Ratskeller und dem Rathaus.    
Eisenverhüttung: Neben der Eisenverarbeitung in Königsbronn ent-standen zu Beginn des i6. Jahrhunderts Schmelzhütten in Ober- und Unterkochen. Sie gelangten bereits 1519 in den Besitz von Patrizier- familien aus Ulm und gingen 1557 durch Kauf an das Herzogtum Württemberg über. Die Fürstprobstei Ellwangen kaufte 1614 die Anlagen und vereinigte sie mit dem Hochofen bei Abtsgmünd, der 3 Jahre zuvor errichtet worden war. Nach der völligen Zerstörung aller Werke im 30- jährigen Krieg konzentrierte die Fürstprobstei den Erzabbau mit der Eisenverarbeitung am Fuß des Braunenbergs.

Echte Konkurrenz vor dem Aalener Rathaus für den "Tiefen Stollen".
Platz an der Stadtkirche, Lateinschule: Die Lateinschu[e der Reichsstadt Aalen wird erstmals 1447 erwähnt. Die neue Bildungsstätte in unmittelbarer Nachbarschaft der Pfarrkirche wurde i6i6 neu errichtet. Unterrichtsfächer wie Latein, Rhetorik, Geometrie und Musik bereiteten die Schüler auf ein Universitätsstudium vor. Die mit dem Orgelspiel in der Kirche betrauten Lehrer hatten außerdem die Schüler im Chorgesang auszubilden. Bis zur Reformation im 1575 war der Knabenchor der Lateinschule der Hauptträger des musikalischen Lebens in der Stadt.

Das Aalener Stadtwappen verblüht leider in zehn Tagen schon wieder
Friedhof: Bis zur Verlegung des Friedhofs neben die St. Johann Kirche wurden die Verstorbenen unmittelbar neben der Stadtkirche St. Nikolaus beerdigt. Nur durch eine Häuserreihe vom Marktplatz getrennt war der sogennante Kirchhof in der mittelalterlichen Stadt Aalen kein Ort des Gedenkens und der stillen Einkehr. Wie in anderen Städten auch gehörte er zu den belebtesten Plätzen des Ortes. Hier fanden Versammlungen statt und wurden Geschäfte aller Art getätigt. Die Vertrautheit der Menschen im Umgang mit dem Tod ließen keine Abscheu aufkommen. Über die aus heutiger Sicht katastrophalen hygienischen Verhältnisse machte man sich keine großen Gedanken.

Reichsstädter Straße (Spielwaren Wanner): Gasthäuser und Bierbrauereien: Für das Jahn 1671 sind in der Reichsstadt Aalen 12 Biersiedereien belegt. Zum Teil wurden auch die Nachbarstädte in der Region beliefert. Die Bierkeller waren am Galgenberg untergebracht. Zum Kühlen des Getränks legte man in unmittelbarer Nachbarschaft Eisweiher an. Der zum Brauen notwendige Hopfen wurde noch bis ins späte 19. Jahrhundert im Kälblesrain angebaut.

Spritzenhausplatz: Kornhaus : Das Gebäude an der Löwenstnaße wurde auch Schranne genannt und wurde im i8. und 19. Jahrhundert vor allem als städtisches Kornhaus genutzt. Es war Vorratsspeicher und Umschlagplatz für Getreide (Getreidemarkt) zugleich. Der Bau wurde 1958 abgebrochen.

Beinstraße/Mittelbachstraße: Heilig-Geist-Spital: Arme, Pilger und Reisende zu beherbergen zählte ebenso zu dem Aufgab-enbereich des Städt. Hospitals, wie die Altenbetreuung und die Krankenpflege. Patienten mit ansteckenden Krankheiten, wie Lebra oder Typhus wurden hier jedoch nicht behandelt. Für diese stand das sog. SonderSiechenhaus zur Verfügung, das vor dem Östl. Stadttor im Bereich der heutigen Hochbrücke lag.

Der historische Aalener Marktbrunnen eben genial einmal anders.    
Neben gestiftetem Barvermögen verfügte das Spital im Laufe der Zeit auch über immer umfang- reicheren Grundbesitz. Ein großer Teil dieses Besitzes stammte von sog. Pfründner. Dies waren ältere alleinstehende Bürgeninnen und Bürger, die ein Wohnrecht im Spitalgebäude erworben hatten. Bis zum großen Stadtbrand im Jahr 1634 lag die städtische Fürsorgeeinnichtung in unmittelbarer Nachbarschaft des Ellwangen Tones. 1702 beschloss der Magistrat den Wiederaufbau des Gebäudes, der 1719 abgeschlossen war.

Storchenplatz Stadtmauer: Durch die Ummauerung grenzte sich die Stadt Aalen klar von ihrem Umland ab. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts wurde die aus den Anfängen der Stadt stammende Wallanlage mit Wassergräben durch eine steinerne Ringmauer mit 7 Türmen ersetzt. Der aus Standsteinquadern errichtete Mauerring war etwa 6 m hoch und bis zu i,6o m dick.

Besonders Kinder konnten sich kaum vom Marktbrunnen trennen.    
Die Fundamenttiefe betrug i,8o m. Die Höhe des umlaufenden Wehrgangs, der sich auf der Mauerkrone befand, betrug 2 m. Insgesamt war die Ringmauer 1.518 Schritte" oder 990 m lang. Sie umschloss eine Fläche von 5,3 ha. Vor dem Mauerning befanden sich 2 Wassergräben, die durch einen mächtigen Ringwall getrennt waren. Die kleinen Flächen zwischen Stadtmauern und inneren Graben wurden von den Bürgern der Reichsstadt Aalen im i8. Jahrhundert teilweise als Garten genutzt.

"Respekt und Blumen-Lob" auch für Tourist-Info am Marktbrunnen. Übrigens war Karl Troßbach auch unter den Gästen der Eröffnung.   
Marktbrunnen: Der Brunnen war zum einen für die Bevölkerung der Reichsstadt Aalen ein wesentlicher Bestandteil der Wasserver-sorgung. Im Gegensatz zu zahlreichen privaten Pumpbrunnen handelt es sich bei dem Hauptbrunnen der Stadt um einen laufenden Brunnen. Die Wasserstelle war ursprünglich äußerst primitiv, der Brunnenkasten lediglich aus Holz gefertigt und daher nicht sonder[ich dicht. Im Sommer stand meist die nähere Umgebung komplett unter Wasser, im Winter war sie vereist.

1705/06
wurde daher der Marktbrunnen neu gebaut. Man entschied sich für einen 8- eckigen Brunnenkasten aus Gusseisen, der in den Württembergischen Hüttenwerken Königshronn gefertigt wurde. Die Kosten von 422 Gulden erhielt die Stadt damals von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg geschenkt. Der Reichsstädtische Rat entschied noch im selben Jahr, auf der Mittelsäule des Brunnens eine Freiplastik zu errichten, die den Schutzherren der Stadt und den höchsten Souverän des Reiches Kaiser Josef. zeigt.

Bei so einem Blick aus dem Fenster freut sich auch Herr Wanner.   
Reichsstädtisches Wappen: Seit dem 14. Jahrhundert führte die Reichsstadt Aalen als Hauptwappen einen gekrümmten rechtsge-kehrten (schaut nach links) silbernen Aal in rotem Schild. Bei sämtlichen Neufertigungen von Stadtsiegeln ist dieses Wappen bis zum Ende der Reichsfreiheit beibehalten worden.

Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts führte die Reichsstadt außerdem ein Nebensiegel. Dieses zeigte den Reichsadler, der auf einem kleinen Herzschild das eigentliche Stadtwappen mit dem Aal trug. Der Reichsadler war nie Bestandteil des Stadtwappens sondern übte lediglich die Funktion eines Schildhalters aus.

Direkt neben Wanner und dem Karussell Blumen und Historisches. 
Bahnhofsvorplatz: Die Remstalbahn von Bad Cannstatt zur Endstation Wasseralfingen wurde 1861 fertig gestellt. Als Neues Tor zur Welt" stand der Aalener Bahnhof zu diesem Zeitpunkt noch auf freiem Gelände. Es dauerte jedoch nicht lange, bis auch die Süd- und Nordwestseite des Platzes bebaut wurden. Bis in die 1819er Jahre bildet eine Reihe von ca. 15 m hohen Pappeln die Abgrenzung zur Bahnhofsstraße. Zu diesem Zeitpunkt floss auch noch der unter den Bahngleisen durchgeführte Hirschbach unverdohlt über den Bahnhofsplatz in Richtung Kocher.

Fazit des ersten Rundganges: Für einen solchen Rundgang könnte man gemessen am Erlebten und den Investitionen (160.000 € plus Ehrenamtliche Stunden) das Doppelte als beim Wilhelma-Eintritt nehmen: Tatsächlich kostet diese historische Blumenschau zehn Tage lang in der Aalener City Tag und Nach keinen Cent und ist wieder eine Werbung für die Blumenstadt Aalen und bekommt durch-weg von allen Besuchern die Höchstnote 1,0. Dieter Geissbauer
90 der schönsten Bilder der findigen Aalener zum Thema "Aalen City blüht nun historisch" 




Herrlich die Kombination Blumen und Bier-/Wein-Fässer vor Wanner.






Aber auch auf dem Rathausvorplatz ließen sich Gärtner nicht lumpen

Wer den Marktbrunnen mit Blumen historisch schmückte ist unge-schlagener aber leider noch ungekrönter Schmuck-Weltmeister 2010


Vor der Stadtkirche tausende Blumen und ein sattes Aalener Grün. 

Hostorische alte Schulbänke als Aalen fanden ihre Verwendung.      

Note 1,0 für die herrliche Klassen-Komposition an der Stadtkirche.   


Tote Hose im Biergarten. Gegenüber aber volle Kneipen+Stimmung.


Historische Stadtwappen aus tausenden frischen Aalener Blumen.   




Wie immer hat sich der "Grüss-Gott-Laden" hervorragend integriert. 



Man beachte: Hinter diesen Blumen an Sträßle-Fenstern Blumen.   


Selbst alte landwirtschaftliche Geräte fanden wieder ihre Nutzung... 



Note 1,1: Die Arrangements auf dem Aalener Spritzenhausplatz.     

Alle Fenster des Bürgerspitals sind mit Blumenkästen geschmückt.


"Regenbaum" stand wieder einmal historisch auch im Mittelpunkt.   


Alte Waggons aus dem Tiefen Stollen: Zeugnisse der Zeitgeschichte

Im Hintergrund der Hauptbahnhof und davon Blumen und die Bahn.   



Note 1,0 auf dem Bahnhofsvorplatz: Eisenbahnstadt und Blumenmix.

Selbst auf dem Weg zum Regenbaum an den Metallgittern Blumen.  




Der Ellwanger Torplatz bei der KSK: Die herrlichen roten Rosen...    


Genial: Küferfässer in überdimensionaler Größe als Umrandungen.   


Selbst vor Stern-Apotheke fand der Schwan nicht mehr ins Wasser. 

90 der schönsten Bilder von "Aalen City blüht historisch" 2010.