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Endlich Schluß mit dem
"Komasaufen" oder Wiederholungen:
Zusammen mit
Polizeidirektion zeigt Land-
ratsamt Ostalbkreis nun die „Gelbe Karte"
Anja Prull-Baltes Ziel: "Junge Menschen
zwischen 14 und 24
auf mögliche Konsequenzen ihres Verhaltens hinzuweisen"

Anja Prull-Baltes von der
Führerscheinstelle des Landratsamtes und Doris Forstenhäusler, Leiterin des
Geschäftsbereichs Straßenver-kehr bei Landratsamt, stellten Presse die
Aktion „Gelbe Karte" vor.
Aalen.
Zusammen mit der Polizeidirektion Aalen hat die
Führerscheinstelle der Landkreisverwaltung seit Anfang des Jahres die Aktion
„Gelbe Karte" eingeführt. Jugendliche und junge Erwachsene, die durch
alkoholbedingte oder kriminelle Handlungen oder durch exzessiven
Alkoholkonsum auffallen, bekommen vom Landratsamt die „Gelbe Karte" gezeigt
und werden auf mögliche Auswirkungen ihres Verhaltens hinsichtlich Erwerb
oder Besitz des Führerscheins informiert.
„Ziel dieser Aktion ist es, junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren auf
mögliche Konsequenzen ihres Verhaltens hinzuweisen", erklärt Anja
Prull-Baltes von der Führerscheinstelle des Ostalbkreis-es. „Denn wer durch
aggressives oder alkoholbedingtes Fehlverhal-ten oder gar durch „Komasaufen"
polizeilich auffällig wird, bei dem bestehen - vor allem im
Wiederholungsfall - Zweifel an der Eignung zum Führen eines Fahrzeugs."
Aggressionspotenzial oder Alkohol/Drogen-
Konsum: Psychologisches Gutachten fällig
Dies kann zur Folge haben, dass Jugendliche bereits ab 14 Jahren, wenn sie
beispielsweise den Führerschein für ein Zweirad machen wollen, vorab mittels
eines medizinisch-psychologischen Gutachtens ihre Eignung nachweisen müssen.
Gleiches gilt auch für junge Erwachsene, die schon im Besitz des
Führerscheins sind. Fallen sie durch ihr Verhalten außerhalb des
Straßenverkehrs auf durch hohes Aggressionspotenzial oder durch Alkohol-
oder Drogenkonsum, so kann dies im Wiederholungsfall zum Entzug der
Fahrerlaubnis durch die Führerscheinstelle führen.
„Wir sehen die Aktion „Gelbe Karte" als einen Baustein in einem Bündel von
Präventionsmaßnahmen, die wir mit der Polizei erarbeitet haben und
umsetzen", verdeutlicht Landrat Klaus Pavel. „Bei einem auffälligen
Verhalten wollen wir möglichst schon vor einem behördlichen Eingriff mit
Führerscheinentzug auf mögliche Konse-quenzen hinweisen und die Jugendlichen
so zu einem rechts-konformen Handeln anhalten." Die Reduzierung des
Alkoholmiss-brauchs und eine Verbesserung der Verkehrssicherheit bei jungen
Fahrern stünden im Mittelpunkt der Präventionsarbeit.
In der Praxis wird die Aktion „Gelbe Karte" im Einzelfall durch die
Polizeidirektion Aalen angestoßen. Alle relevanten alkoholbedingten
Straftaten und Ordnungswidrigkeiten und Handlungen mit hohem
Aggressionspotenzial werden von dort an die Führerscheinstelle des
Landratsamts gemeldet. Betroffene erhalten dann von der Führersch-einstelle
ein Schreiben, in dem auf ihr Fehlverhalten hingewiesen und gewarnt wird,
dass im Wiederholungsfall der Führerscheinentzug droht. Diesem Schreiben
liegt die „Gelbe Karte" bei, auf der die Kontaktadressen des
Suchtbeauftragten des Landratsamtes und des Präventionsbeauftragten der
Polizeidirektion genannt sind. Dort erhalten Betroffene Beratung und Hilfe.
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