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"Beim
Jugendschutz u. Straßenverkehr keine
Narrenfreiheit":
Innenminister Reinhold Gall: ,,Auch auf der
Ostalb die alten Faschings-Regeln weiterhin"
Intensive Jugendschutz- und Verkehrskontrollen in der
ges-
amten
Fasnachtszeit: Die Polizei wird scharf kontrollieren

Auch
beim Aalener Umzug hatte die Polizei stets Kontrollen ge-macht und führt sie
weiter. AIZ-Foto: Dieter Geissbauer

Aalen.
,,Auch in der ,fünften Jahreszeit' gibt es beim Jugendschutz und im Straßenverkehr keine ,Narrenfreiheit'. Darauf wird die Polizei in den nächsten
Tagen bei intensiven Jugendschutz- und Verkehrs-kontrollen besonders
achten." Das sagte Innenminister Reinhold Gall (Bild rechts) am Mittwoch in Stuttgart.
Die Erfahrung zeige, dass Alkoholmissbrauch in der Karnevalszeit leider
nach wie vor sehr verbreitet sei. Vor allem für Kinder und Jugendliche
habe ein verantwortungsloser Umgang mit Jugendschutzbestimmungen
eklatante Folgen. Die Altersgrenzen beim Verkauf von alkoholischen Getränken sowie das Ausschankverbot an erkennbar Betrunkene durch Gewerbetreibende und Veranstalter von Festen seien zwingend zu
beachten, damit das Fest nicht mit einer Alkohol-Vergiftung im Krankenhaus ende.
Neben der gesundheitlichen Gefahr durch Alkohol sei aber vor allem
auch der Zusammenhang von Alkohol und Gewalt besorgnis-erregend.
,,Alkohol ist immer wieder Auslöser für Randale, Van-dalismus oder Schlägereien. Seit Jahren beobachten wir, dass rund ein Drittel der Gewaltdelikte unter Alkoholeinfluss begangen werden", so Gall.
Zudem berge ein verantwortungsloser Umgang mit Alkohol auch die Gefahr, Opfer von Straftaten zu werden, da bestimmte Täter den Kontrollverlust stark alkoholisierter Personen gezielt ausnutzten. ,,Die Polizei muss
leider immer wieder feststellen, dass Personen, die sich durch übermäßigen Alkohol- oder Drogenkonsum hilflos geworden sind, Opfer von Diebstählen oder Sexualdelikten werden. Aus diesem Grund ist es wichtig,
dass sie bei Freunden bleiben oder besser - erst gar nicht bis zum Kon-
trollverlust trinken", appellierte der Innenminister.
Selbst in Feierlaune sei es absolut tabu, sich alkoholisiert oder unter dem
Einfluss von Drogen ans Steuer zu setzen. Wer so handle, gefährde nicht
nur sich, sondern auch andere Verkehrs-teilnehmer. Deshalb gelte die Regel: ,,Wer trinkt, fährt nicht und wer fährt, trinkt nicht!" stellte Gall
unmissverständlich fest.
Die Polizei werde auch auf der Ostalb während der ,tollen Tage' gezielt Alkohol- und Drogen-Kontrollen durchführen. Im vergangenen Jahr seien insgesamt 1.628
Fahrzeuglenker kontrolliert worden. 1.253 seien alkoholisiert und 375 unter Drogeneinfluss unterwegs gewesen. Weiter habe die Polizei in der
Fastnachtszeit 2011 (14. Februar bis 8. März 2011) 248 Verkehrsunfälle
wegen Alkohol und 19 Verkehrsunfälle wegen Drogeneinfluss aufnehmen
müssen. Drei Menschen seien dabei ums Leben gekommen und 101 zum
Teil schwer verletzt worden.
Die Jugendschutzbestimmungen und weitere Informationen und Tipps gibt
es unter diesen Internetadressen:
www.jugendschutztrainer.polizeiberatung.de
www.polizei-beratung.de
www.time4teen.de
www.gib-acht-im-verkehr.de.
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