Die neueste Statistik aus dem "Wasseralfinger Anzeiger":
Keine Geburt ("0") mehr in Wasseralfingen
trotz den stolzen 11.776 Rekord-Einwohnern
Zur Eheschließung sagten vor dem Standesamt von 44 vier
"Nein": Schlecker-Schließung fällt kaum mehr ins Gewicht

Das Rathaus in Aalens "größtem Stadtbezirk" (das sollte man wie die Unterkochene auch mal am Ortseingang plakatieren und für mehr Nachwuchs werben) Wasseralfingen. AIZ-Fotos:   Dieter Geissbauer
Aalen-Wasseralfingen.
Das mag den Mitarbeitern des Wasseral-finger Bezirksamtes nicht leicht gefallen sein, dieser Tage für den Jahresrückblick 2011 und die Statistik nieder zu schreiben und im örtlichen Amtsblatt des Stadtbezirkes Wasseralfingen mit Hofen ungeschminkt zu veröffentlichen. Einige Beispiele: Während sich die Wohn-Bevölkerung aus dem Jahr 2010 von 11778 auf 11776 in 2011 verringerte und damit Wasseralfingen trotzdem sein Prädikat größter Stadtbezirk in Aalen beibehielt, also zwei Einwohner weniger zählte, lassen die Geburten aufhorchen: Es gab keine in Wasseralfingen. Mit einer "0" (siehe untenstehende amtliche Statistik) ein Alarm-Zeichen, ebenso die Zahl der Kirchenaustritte die mit 35 (Vorjahr noch 46) immer noch hoch sind. Leider hat die Bezirksverwaltung nicht bekannt gegeben dass bei den Katholiken weitaus mehr Menschen aus der Kirche ausgetreten sind als bei den Evangelischen: In Wasseralfingen wirkt segensreich die stell-vertretende Dekanin Pfarrer Richter.


Zu Wasseralfingen gehören auch die Ortsteile Affalterried, Onats-feld, Röthardt, Treppach und Weidenfeld. Die Fahrschule Wilhelm ist der Garant für Fahrschüler: Es wurden 153 Fahrerlaubnisanträge (Vorjahr 147) auf dem Bezirksamt Wasseralfingen gestellt und wer glaubt Wasseralfingen blutet gewerblich aus (Schlecker ist schon geschlossen wegen Insolvenz) der irrt sich: 2010 gab es noch 54 und 2011 immerhin noch 49 Gewerbe-Anmeldungen.

Auch in Sachen Heiraten ist Wasseralfingen noch ein Paradies für Ehepaare: 2010 gab es 37 und 2011 immerhin 40 Eheschließungen. Es gab aber mehr Anträge was den Schluss zulässt, dass einige vor dem Standesamt (vier Antrags-Paare) letztendlich Nein gesagt haben müssen.

Der Wasseralfinger Friedhof ist ein herrliches Kleinod und dessen Sauberkeit hat seinen Grund: Die Bezirksverwaltung hat statt 139 im Vorjahr in 2011 immerhin nur noch 75 Mal die Standfestigkeit der Grabsteine oder die Bepflanzungen schriftlich anmahnen müssen.    
Angestiegen ist die Zahl derer die in wasseralfingen gestorben sind: Von 2010 einst 49 immerhin 66 Sterbefälle verzeichnet die Wasseralfinger Statistik in 2011. Die Gesamtzahl der Bestattungen auf dem Wasseralfinger Friedhof
verminderte sich von 127 auf 121 und der Trend zur Urnen-Bestattung hat sich von 83 auf 94 erhöht. Dieter Geissbauer 

Wasseralfinger haben wenigstens noch ein Amtsblatt und sollten es auch beibehalten - auch wenn man auch in Stadtteilen sparen muß. Allerdings in Sachen Grafik wäre Nachhilfe bei Bürgermeister Ensle in Hüttlingen (bestes Ostalb-Amtsblatt) dringend empfehlenswert.