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16 Räte und BM Hofer mit
den nackten Tatsachen konfrontiert:
Fast alle Brücken sind in Essingen sanierun-gsbedürftig: Schrecken für den
Gemeinderat
"Ernüchternd": Geprüft wurden vorschriftsmäßig alle Brück-
enbauwerke mit einer Spannweite von mehr als 2,50
Meter

Wenig
Freude beim Rundgang durch Essingen wegen der maroden Brücken: Links CDU-MdB
Kiesewetter, rechts Essingens Schultes Bürgermeister Wolfgang Hofer.
AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Essingen. In der letzten
öffentliche
Sitzung des Gemeinderats hat Bürgermeister Hofer 16 Gemeinderäten den Untersuchungsbericht verschiedener Brücken auf Essinger Gemarkung
und weiteres Vor-gehen. Die Gemeinde ist im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht
verpflichtet und auch im Interesse der Bauwerkserhaltung gehalten,
regelmäßige Prüfungen der Bestandsbauwerke von einem zugela-ssenen
Ingenieursbüro durchführen zu lassen.

Reinen
Wein zu Brücken hat BM Hofer Gemeinderat eingeschenkt.
Bei einer beschränkten Ausschreibung, in der die Büros Kirn Ingenieure,
Pforzheim (Blindbewerbung) / TÜV Südwest, Aalen / Büro Grimm, Ellwangen
angefragt wurden, hat das günstigste Ing. Büro Grimm den Prüfauftrag
erhalten. Aufgrund des günstigen Pauschalangebots (2.095 € Brutto) wurden
auch verschiedene private Brücken, die von der Allgemeinheit genutzt werden,
mit untersucht.
Das Büro Stadtlandingenieure aus Ellwangen, das selb-stverständlich auch
angefragt wurde, hält die für solche Inspektionen notwendige Prüfzulassung
nicht aufrecht und hat deshalb nicht mit angeboten.

Geprüft wurden vorschriftsmäßig alle Brückenbauwerke mit einer
Spannweite von mehr als 2,50 m Spannweite. Die Ergebnisse sind, wie zu
erwarten war, mittelmäßig bis ernüchternd. Abgesehen von der
Hermannsfelder Brücke haben alle Bauwerke einen kurzfristigen
Sanierungsbedarf. Die privaten Brückenbauwerke sind besonders baufällig.
Die Eigentümer wurden informiert. Beide liegen aber auch im Bereich der
Flurbereinigung B29.
Die Zusammenfassung des Zustandsberichtes-, Standort, Zust-and und
geschätzte Sanierungskosten:
Handlungsbedarf besteht also für die Gemeinde an den Straßenbrücken
Mühlweg (60.000,- €), Brühlgasse (55.000,- €), Unteres Dorf (30.000,-
€), Fußbrücke Ried (15.000,- €) und Ölmühle (5.000,- €).
Der Haushaltsplanentwurf wurde für erste Maßnahmen in den gegenseitig
deckungsfähigen Kostenstellen Straßenbau und Feldwegbau um zusammen
80.000,- € aufgestockt. Damit können erste Maßnahmen im Jahr 2012, nach
weiterer Planung und Abstimmung, begonnen und im Jahr 2013 abgeschlossen
werden. Der Rat folgte dem Vorschlag vom BM Hofer, die weiteren Maßnahmen mit Hilfe des Ing.
Büros Grimm weiter zu untersuchen und zu realisieren. Die Leistungen
sind dann jeweils auf der Grundlage der HOAI abzuwickeln.
Bei der Brücke Mühlweg ist zudem nach Angaben des Ingenieurbüros
grundsätzlich zu untersuchen, ob die Sanierung in erforderlichem Umfang
überhaupt sinnvoll ist, oder nicht langfristig die Erstellung eines
komplett neuen Brückenbauwerkes günstiger ist.
Hier war auch anzumerken, dass dort das Bachbett für die
Hochwasserschutzmaßnahmen tiefer gelegt wurde, was langfristig entweder
die Bauwerksgründung negativ beeinflussen wird oder durch andauernde
Geschiebeanlandung oberhalb des mit Sohlplatten erstellten
Brückenbauwerkes wirkungslos bleibt.
Der Technische Ausschuss hat vom Sachverhalt Kenntnis genomm-en und
beschlossen, dass die weiter notwendigen Planungsarbeiten vom Büro
Grimm, Ellwangen übernommen werden können. Es soll über den
Jahreswechsel ein Kostenrahmen über die Erstellung einer neuen Brücke am
Mühlweg erstellt werden. Für die Sanierung der Brücken Brühlgasse und
Mühlweg sollen Leistungsverzeichnisse erstellt und so der Kostenrahmen
zur Kostenschätzung präzisiert werden.
Anschließend wurde folgende festgelegt:
a.) (Brücke Mühlweg wird erneuert) 2012 die Brücke Brühlgasse, Fußweg
Ried und Brücke Ölmühle saniert/Instand gesetzt werden und 2013 die
Brücke Mühlweg komplett erneuert wird.
b.) (Brücke Mühlweg wird saniert) 2012 die Brücken Brühlgasse und Brücke
Mühlweg abschnittsweise (zunächst Beton- und Mauerwerkssanierung)
saniert und mit den Bauwerken Unteres Dorf 38, Fußbrücke Ried und
Ölmühle in 2013 fertig gestellt werden sollen.
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