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Einen genussreichen Abend
mitten im Remstal-Herz erlebt:
Sogar der Oberbürgermeister der Daimlerst-
adt konnte sich Weinprobe nicht entziehen
Kulinarische Weinprobe mit
sieben Finalweinen von J. Ell-
wanger und Siegerweine im berühmten "Hebsacker Lamm"

Bei der kulinarischen Weinprobe im
Lamm Hebsack (v.li.): Jürgen Ellwanger, Patron Markus Polinski, Felix
Ellwanger, Sommelier Daniel Hasert und Jörg Ellwanger.
AIZ-Foto:
© Aschbacher
Aalen/Winterbach. Viele der
besten deutschen Rotweine kommen aus dem Remstal, was bei hochwertigen
Wettbewerben regelmäßig dokumentiert wird. Zu den großen Weinmachern, deren
Produkte die Region stärken, gehören Jürgen Ellwanger und seine beiden Söhne
Jörg und Felix aus Winterbach. Beim diesjährigen Vinum-Rotweinpreis brachten
sie gleich sieben ihrer edlen Kreszenzen ins Finale. Mit ihrem Flaggschiff
Zweigelt (Jahrgang 07) aus der HADES-Linie belegten sie einen ersten Platz.
Die Siegerweine gab es jetzt im Hebsacker Lamm zu verkosten. Dieses war
ausverkauft. Trotz heftigem Schneetreiben war manchen die über eine Stunde
dauernde Anreise nicht zu viel.
Die knapp 90 Gäste erlebten einen genussreichen Abend, bei dem Menü und
Weine bestens harmonierten. Patron Markus Polinski und seinem Küchenchef
Matthias Nägele ist es gelungen, die geschmackliche Abstimmung der fünf
Gänge auf die vorgegebenen Siegerweine bestens zu treffen. Ein Höhepunkt:
Die beiden Zweigelt der Jahrgänge 07 und 08 (1. und 3. Platz) konnten
parallel verkostet werden. Die Küche ließ dazu Ragout vom Feldhasen mit
schwarzem Pfeffer auf Kartoffel-Trüffeltortellone und gereiftem Pecorino
servieren. Damit ist eine perfekte Komposition von Essen und Wein gelungen,
wie dies auch Hubert Falkenberger, Geschäftsführer der Remstal-Route, mit
sichtlichem Wohlbehagen anmerkte.
Altmeister Jürgen Ellwanger, der es versteht, das Publikum bestens zu
informieren und zugleich vortrefflich zu unterhalten, ist gleich in
mehrfacher Hinsicht Pionier. Er hat die Zweigelt-Rebe zunächst heimlich
angepflanzt, bis er von ihr überzeugt war und sie dann amtlich zugelassen
wurde. Zudem gehört er zu den Gründern der HADES-Studiengruppe (Namensgeber
sind die Anfangsbuchstaben der beteiligten Weingüter), die den
Barrique-Ausbau „hoffähig" machten. Weiter gelang es ihm, den Lemberger im
Remstal bekannt zu machen. Überhaupt das Remstal; Über dieses Anbaugebiet
lässt Jürgen Ellwanger nichts, aber auch gar nichts kommen. Zwischenzeitlich
sei man international akzeptiert und könne den südlichen Ländern mit ihren
starken Rotweinen durchaus Paroli bieten. Das Selbstbewusstsein reicht bis
zum Schorndorfer Grafenberg: „Auch da wachsen richtig gute Weine." Matthias
Klopfer, Oberbürgermeister der Daimlerstadt, der mit Freunden den Abend
sichtlich genoss, hat diese Botschaft gerne vernommen.
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