Ellwanger feierten glanzvoll in München 60-jähriges Bestehen:
Plädoyer für E. Steinbach im Kuratorium der "Stiftung Flucht, Vertreibung u. Versöhnung"

Bundesvorsitzende Sudetendeutscher Jugend (SdJ) C. Beikir-
cher aus Ellwangen:  Ja zur "Deutsch-Tschechischen Zukunft"


Ministerin Christine Haderthauer (5. von links) und Sprecher der Sud-etendeutschen Volksgruppe, Bernd Posselt (Zweiter von rechts), beim 60-jährigen Bestehen des Bundesverbands der Sudeten-deutschen Jugend mit der .Vorsitzenden Claudia Beikircher (Mitte). Ellwangen/München. Die Bundesvorsitzende der Sudeten-deutschen Jugend (SdJ), Claudia Beikircher, hat am Wochenende beim Festakt zum 60-jährigen Bestehen des Verbands sowohl die kulturelle als auch die deutsch-tschechische Arbeit in den Vorder-grund gestellt. Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer bescheinigte der Sudetendeutschen Jugend eine „zukunftsorientierte Jugendarbeit" An der Veranstaltung nahmen zahlreiche Gäste aus dem Ostalbkreis, darunter auch Walter Nader, der Vorsitzende des Heimatverbands der Böhmerwäldler Ellwangen, teil.

Bundesvorsitzende Claudia Beikircher (Ellwangen) stellte in ihrer Re-de kulturelle und deutsch-tschechische Arbeit in den Vordergrund.    
Die CSU Politikerin Haderthauer zeigte sich solidarisch mit Erika Steinbach. Ministerin Haderthauer fordert uneingeschränkt einen Sitz von BdV-Präsidentin Erika Steinbach im Kuratorium der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung". Haderthauer: „Es bleibt bei der absoluten Unterstützung von Erika Steinbach durch Bayern.

Der Europaparlamentarier Bernd Posselt (CSU), Bild rechts, der auch Sprecher der Sudetendeutschen Volks-gruppe ist, sprach bei der Veranstaltung von einer „skandalösen Kampagne gegen Erika Steinbach".

"Die Sudetendeutsche Jugend ist ein wichtiger Brückenbauer im gemeinsamen Europa", sagt Haderthauer. Wer Zukunft gestalten will, dürfe nämlich die Vergangenheit nicht ausblenden. Posselt sieht die grenzüberschreitenden Aktivitäten des Jugendverbands als gute Voraussetzung für die Versöhnung. „Denn ohne Verständigung gibt es keine Versöhnung." Wenn deutsche und tschechische Jugendliche gemeinsam die Freizeit gestalten, dann knüpfen sie an die gemeinsame Geschichte der böhmischen Länder an. Auch die Sudetendeutsche Jugend betont in einer politischen Erklärung ihre Brückenfunktion zwischen Deutschen und Tschechen. Petr Vondruska vom tschechischen Jugendverband „Sojkaspolek mladych" lobte die Zusammenarbeit mit der Sudetendeutschen Jugend: „Bei unseren Treffen spürt man, dass die Jugend beider Länder nicht mehr belastet ist von den Schatten der Vergangenheit." Beide Verbände lebten die Idee einer gemeinsamen Zukunft.

Der Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Franz Pany, bezeichnet die Arbeit der SDJ als „Kitt, der die Volksgruppe auch künftig zusammen halten wird. Schwerpunkte der Sudetendeutschen Jugend sind der Erhalt und die Weiterentwicklung des kulturellen Erbes sowie deutsch-tschechische Jugendbegeg-nungen. Sehr aktive Gruppen gibt es in Aalen und Ellwangen bei den Böhmerwäldlern.

Bernhard Goldhammer, der stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbandes, hob hervor, dass das Recht auf Heimat der inzwischen in dritter Generation in den Vertreibungsgebieten lebenden Tschechen zu achten sei. Goldhammer forderte im Namen der SdJ ein weltweites Verbot von Vertreibungen. Er übergab Ministerin Haderthauer eine entsprechende „politische Erklärung der Sudeten-deutschen Jugend". Claudia Beikircher Fotograf: Rainer Grill.