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Die Auswahl für den Gemeinderat fiel der Jury recht schwer:
Professor Aldingers Fazit:
"Spricht für Qua-lität
des Stadtovals u. des Standortes Aalen"
Auswahlgremium zeigte sich
erfreut über großes Interesse an
dem innerstädtischen Baugebiet "Stadtoval" das Aalen prägt

Der Vorsitzende Prof. Jörg Aldinger (2. von rechts), präsentierte das
Ergebnis des Auswahlverfahrens. AIZ-Fotos: Stadt Aalen.
Aalen-Unterkochen. Stadtoval: Ein weiterer, großer Schritt in Richtung Umsetzung
dieses wichtigen Stadtumbaugebietes ist erfolgt. Im zweistufigen, offenen
Investorenauswahlverfahren mit Planungskonkurrenz wurde dieser Tage in der
Festhalle Unterko-chen über die eingereichten Bau- und Nutzungskonzepte
diskutiert.
Eingereicht wurden 15 verschiedene Vorschläge für insgesamt zehn Baufelder
im künftigen Wohngebiet Stadtoval. Alle Arbeiten weisen eine hohe Qualität
auf und bieten eine vielfältige Architektursprache. Unterschiedliche
Wohnkonzepte mit größeren und kleineren Wohnungen bringen attraktiven
Wohnraum mitten in die Stadt. Auch der Wunsch des Gemeinderates im
Erdgeschoss belebende Nutzungen ansiedeln zu können, erfüllt sich, u.a. ist
in einem Nutz-ungskonzept direkt am Gebietseingang - gegenüber dem
angestreb-ten Kulturbahnhof - ein Cafe vorgesehen.

Investorenauswahlverfahren in der Festhalle Unterkochen.
Das Auswahlgremium zeigte
sich erfreut über dieses große Interesse an dem innerstädtischen Baugebiet.
Die von der Stadt eingeladenen auswärtigen Experten waren erstaunt über die
starke Resonanz. Architekt und Stadtplaner Karl Haag, aus dessen Büro der
städtebauliche Rahmenplan Stadtoval stammt, stellte fest "die erfreulich
hohe Nachfrage und auch Planungsqualität überrascht positiv. Insbesondere
auch deshalb, weil eine hohe Verbindlichkeit der Bewerber mit der Planung
einhergeht."
Das "Beurteilungsverfahren" war von Dress und Sommer hervorr-agend
vorbereitet, damit war eine übersichtliche Grundlage für die Stadträtinnen
und Stadträte zum Verständnis der Konzepte gegeben. Auf Vorschlag von
Oberbürgermeister Thilo Rentschler wurde Prof. Jörg Aldinger als
Vorsitzender des Gremiums gewählt. Er zeichnet verantwortlich für die
bauliche Entwicklung im Nachbarquartier Rötenberg und kennt sich somit
bestens mit den Verhältnissen der Stadt und dem Umfeld des Stadtovals aus.
Der Vorsitzende führte das Gremium im Laufe des Tages sensibel durch die
"Qual der Wahl": im Vergleich der Arbeiten, die für ein Baufeld eingereicht
worden waren, mussten die entscheidenden Vor- und Nachteile eines
Wohnbaukonzeptes, der Architekturqu-alität, der Erschließungslösung und der
Freiraumgestaltung heraus gearbeitet werden. Insgesamt erlebten die am
Verfahren Beteiligten einen spannenden Prozess, der allen die Bedeutung des
Stadtovals für die Stadtentwicklung deutlich machte.
Letztendlich konnten am Nachmittag für acht Baufelder aus den eingereichten
Arbeiten künftige Investoren mit ihren Architektur-büros als Vorschlag für
den Gemeinderat zusammengestellt werden. Mit den Investoren von vier
ebenfalls sehr guten Lösungsansätzen soll - sofern der Gemeinderat dieser
Idee zustimmt, verhandelt werden, ob Interesse an einem noch nicht besetzten
kleineren Baufeld besteht. Die Plandarstellungen lassen heute schon einen
harmonischen, aber auch spannungsvollen Stadt- und Lebensraum erahnen. Prof.
Jörg Aldinger bemerkte hierzu: "Ich habe in vergleichbaren Quartieren noch
nie eine so gute und zugleich qualifizierte Nachfrage erlebt. Dies spricht
für die Qualität des Stadtovals und des Gesamtstandortes Aalen."
Am Ende der Sitzung zeigte sich Oberbürgermeister Thilo Rentschler hoch
erfreut über die einvernehmlichen Entscheidungen des Gremiums. Der
Gemeinderat wird noch im Dezember über die Empfehlungen und das aufgezeigte
Entwicklungspotential informiert werden. Nach dem derzeitigen Zeitplan soll
Anfang des kommenden Jahres der Gemeinderat entscheiden, welche Konzepte für
welches Baufeld zum Zuge kommen. Anschließend werden die
Grund-stücksverhandlungen mit den potentiellen Erwerbern geführt werden.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Auswahlverfahrens freuten sich am
Mittwoch - die Vision einer städtebaulichen Entwicklung nähert sich mehr und
mehr ihrer Umsetzung. |