|
Freie Wähler hatten im
Kreistag den Baustopp eingefordert:
OB Rentschler schlägt nun aus dem Rathaus
gegen die "Schwäpo" zurück: Alles ist falsch
Leserbrief und die fatalen Folgen:
zweites Parkhaus in Verlä-ngerung des
bestehenden Parkhauses beim Ostalb-Klinikum

"Das
Bild zeigt den Blick vom Talraum mit Bachlauf und
geschützten Feuchtbiotopen. Ein Parkhaus würde den bestehenden Gehölzber-eich
zur freien Landschaft völlig beseitigen und wäre mit der
Naherholungslandschaft unvereinbar". AIZ-Foto: Stadt Aalen
Aalen.
Im Kreistag wurde von den "Freien Wählern" beantragt, die
derzeitigen Pläne für ein zweites Parkhaus in Verlängerung des bestehenden
Parkhauses beim Ostalbklinikum zu stoppen und einen Standort westlich des
Haupteingangs zu prüfen. In einem Presse-bericht der Schwäbischen Post wurde
diese Forderung untermauert. Oberbürgermeister Thilo Rentschler betont, dass
aufgrund des Naturschutzes und des Eingriffes in den Wald ein Parkhaus an
dieser Stelle nicht akzeptabel wäre.
OB Rentschler weist darauf hin, dass ein Parkhaus westlich des
Ostalbklinikums wegen der Eingriffe in den Wald bereits vor über zehn Jahren
nicht weiterverfolgt und stattdessen am jetzigen Standort gebaut worden sei.
"In der Diskussion im Kreistagsaus-schuss für Kliniken und Gesundheit sind
insgesamt vier Varianten für den Parkhausstandort vorgestellt und diskutiert
worden. Die Ent-scheidung fiel auf die Erweiterung des bestehenden Parkhauses
um annähernd 300 Stellplätze.
"Ich bin der Überzeugung, dass Architekt Isin
damit die wirtschaft-lichste Lösung mit dem geringsten Flächenverbrauch
gefunden hat. Durch die Bündelung an einem Standort mit einer gemeinsamen
Zufahrt über die Steinbeisstraße würde der Park-Suchverkehr minimiert und es
können Synergien geschaffen werden. Außerdem ist durch die Fußgängerbrücke
und den Aufzug der barrierefreie Zugang zum Klinikum sichergestellt. Es
profitieren alle Be-schäftigten, Besucher und Patienten und nicht nur eine
Teilmenge".
Parkhaus norwestlich nicht genehmigungsfähig:
OB Rentschler unterstreicht, dass im Rahmen des geltenden Bebau-ungsplanes
aus dem Jahr 2005 ein Standort im Waldgebiet westlich des Klinikums nicht
realisierbar wäre. Der Bebauungsplan enthalte ausdrückliche Zielsetzungen
der unteren Naturschutzbehörde und der Forstverwaltung. Unter anderem
sprechen folgende Argumente dagegen.
Ø Ein Parkhaus an der nordwestlichen Ecke greift erheblich in den
Waldbestand ein, der nach Angaben der Forstverwaltung als Wald im
Bebauungsplan festgesetzt worden ist.
Ø Eine landschaftliche Einbindung des Parkhauses in den Naherholungsbereich
des Rohrwangs wäre nicht möglich. Der bestehende Gehölzbereich zur freien
Landschaft würde völlig beseitigt werden.
Ø Schwierige geologische und topographische Verhältnisse am Nordhang des
teilweise aufgefüllten Geländes würden ein Fundament für das Bauwerk sehr
erschweren.
Ø Eingriff in den nördlich liegenden Talraum mit Bachlauf und geschützten
Feuchtbiotopen. Zudem sind dort Ausgleichsmaßnahmen aus dem Bau der
Verbindungsstraße und des bestehenden Parkhauses festgesetzt.
Ø Der Abstand zum Rohrwang ist einzuhalten.
Ø Die ausdrückliche Zielsetzung des geltenden Bebauungsplans war die
Zurücknahme der damals bestehenden Bauflächen und eine verträgliche
Einbindung in die umgebende Naherholungslandschaft.
Ø Ein weiterer Eingriff in den Außenbereich ist erst nach Prüfung aller
Alternativen möglich. Mit der Erweiterung am bestehenden Parkhaus liegt eine
sehr gute Alternative vor, die im Übrigen schon im Krankenhausausschuss
diskutiert und für gut befunden wurde.
Das Hauptargument ist und bleibt, so OB Rentschler, dass bei ein-em Neubau an
einem anderen Standort die jetzigen Parkplätze (337 Stück) für immer und
ewig nicht barrierefrei erschlossen wären. |