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Nach Abzug Bundeswehr
Ellwangen "Nutzung mit Mehrwert":
Wenn Krankenhäuser wie Ostalbklinik weit
entfernt fordert CDU "Ostalb-Notfall-Praxen"
Bemühungen der WIRO von CDU unterstützt: "Ostalb wird teil-
weise unter Wert verkauft": "Mehr Gewicht für Berufsschulen"

Lob
gab es von der CDU-Fraktion des Kreistages in der Sitzung vom 28. November
2011 für den neuen Kreiskämmerer Kurz: Hier zusammen mit Sozialdezernent
Rettenmaier. AIZ-Fotos: Geissbauer
Aalen.
In der Kreistagssitzung am Dienstag 29. November 2011 hat die CDU-Fraktion
eine Reihe von hochin-teressanten Forderungen für den Kreis-etat 2012 gestellt
unter anderem die Forderung nach einer Einrichtung der Notfallpraxis weil im
ländlichen Raum das Ostalbklinikum viel zu weit weg ist und die Menschen im
ländlichen Raum auch wie die Städter versorgt werden wollen:
Zum Kreishaushalt 2012 stellte in der
Haushaltsrede die CDU-Kreistagsfraktion folgendes fest:

Dort wo im
ländlichen Bereich die Ostalbklinik (Luftbild) nicht schnelö zu erreichen
ist sollen nun CDU "Notfall-Praxen" entstehen.
Das aktuelle Haushaltsjahr 2011 zeichnet sich durch mehrere Besonderheiten
aus. Zum
einen zeigt sich in Deutschland eine sehr robuste, exportgetragene
Konjunktur. Die
erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung zahlreicher deutscher Unternehmen
beschert der
öffentlichen Hand gute Steuereinnahmen und erlaubt für das Jahr 2012 eine
günstige
Prognose.
Dennoch bleibt Unsicherheit. Trotz milliardenschwerer Rettungs-schirme im EURO-Raum
sind die Probleme bei weitem noch nicht gelöst. Sofern es nicht gelingt,
dass
überschuldete Staaten wie Griechenland, Italien oder Spanien den bekundeten
Sparbemü-hungen auch entschlossene Taten folgen lassen, wird dies über kurz
oder lang
Einfluss auf den Konjunkturverlauf in Deutschland haben.
Deshalb unterstreicht die CDU-Kreistagsfraktion, dass bei allen erfreulichen
Prognosen
der Haushalt auf ,,Sicht gefahren werden muss" und keine unkalkulierbaren
Risiken
eingegangen werden dürfen.
Wir begrüßen es, wenn die Verwaltung die im Schreiben vom 17.11.2011
aufgrund der
neuesten Steuerschätzung ange-kündigten Verbesserungen vorsichtig kalkuliert
und nicht
voll ausreizt.
In der aktuellen Phase der finanziellen Erholung gilt es für den Ostalbkreis
sich für
kommende, schwierigere Phasen richtig aufzu-stellen, Schulden zu vermeiden
besser
gesagt abzubauen und mit guten Konzepten neue Ideen zu verfolgen.
Bemühungen der WIRO
von CDU unterstüt-
zt: Ostalb wird teilweise unter Wert verkauft
Ein ganz wesentlicher Punkt ist hierbei die Sicherung von Fach-kräften für
unsere
erfolgreichen Betriebe. Die aktuellen Bemühungen der WIRO zum
Standortmarketing
werden von uns mit Nachdruck unterstützt. In diesem Bereich haben wir
absolut
Nachholbedarf. Die Ostalb wird teilweise unter Wert verkauft. Dies soll und
muss sich
ändern. Wir stehen hinter Veranstaltungen, die den Ostalbkreis positiv in
Erscheinung
bringen, wie zum Beispiel die Limes-Initiativen oder die Unterstützung der
internationalen
Forstmesse ,,KWF-Tagung".
Um der Bedeutung all dieser Bemühungen weiteren Nachdruck zu verleihen, stellte die
CDU-Kreistagsfraktion in der Kreistagssitzung am Dienstag dem 29. November
2011 folgenden Antrag:
-
Die Diskussion um das Standortmarketing darf nicht nur im stillen
Kämmerlein der WIRO ablaufen, sondern es ist in den Kreisgremien
darüber zu berichten, um die breite Unter-stützung des Kreistages zu
dokumentieren und zu unter-streichen.
Durchaus im Zusammenhang mit diesen Überlegungen sehen wir
die CDU-Fraktion das in Ihrer
Haushaltsrede, sehr geehrter Herr Landrat, erwähnte
Kreisentwicklungskonzept. Hier
sehen wir insbesondere die Aufgabe eine gleichmäßige Entwicklung aller Raumschaften
sicher zu stellen. Strukturell benachteiligte Gebiete, wie zum Beispiel der
Teil des
Ostalbkreises, der östlich der A7 liegt, müssen eine besondere politische
Unterstützung
erfahren. Alle Raumschaften sollen möglichst die gleichen Chancen und
Möglichkeiten
haben. Dazu gehört sicherlich auch die Entwicklung des Bundeswehrareals in
Ellwangen
nachdem der Bund diesen Standort mehr oder weniger geschlossen hat. Die CDU-Fraktion wird die Arbeit des geplanten Lenkungs- und Steuerkreises
unterstützen, um
mitzuhelfen, für die Raumschaft Ellwangen nach Abzug der Bundeswehr eine
sinnvolle
Nachnutzung mit einem Mehrwert für die gesamte Raumschaft Ellwangen zu
finden.
Dieses Kreisentwicklungskonzept umfasst sicherlich auch den weiteren Ausbau
der
Breitbandverkabelung in den Städten und Gemeinden des Ostalbkreises. Vor allem in
den ländlichen Räumen besteht hier noch ein gewaltiger Nachholbedarf und wir
begrüßen
und tragen es vol inhaltlich mit, dass im Haushalt 2012 weitere 100.000 Euro
für
konzeptionelle und begleitende Arbeiten eingestellt sind. Dies ist eine
besonders wichtige
Aufgabe zu einer gleich-mäßigen Entwicklung al er Raumschaften und kann
Strukturdefizite verbessern oder ausgleichen.
Deshalb beantragt die CDU-Kreistagsfraktion:
Die CDU-Fraktion sieht in dem Themenfeld Bildung eine wichtige
Rahmenbedingung für
die künftige positive Entwicklung des Ostalb-kreises. Es war richtig, dass
sich der
Landkreis dazu entschieden hat, regionale Bildungsverantwortung im
Ostalbkreis durch
das Einrichten des regionalen Bildungsbüros, dem Bildungsbericht und die
Durchführung
einer Bildungskonferenz zu übernehmen.
Die CDU-Fraktion beantragt,
Als eine der ersten und wichtigsten Maßnahmen sieht die CDU-Fraktion das
Erstellen
eines Sprachförderkonzepts. Hier ist kein eigenes neues Model zu entwickeln,
sondern
es ist vielmehr zu definieren, welche Qualität und welche inhaltlichen
Bausteine für das
Thema Sprachförderung im Ostalbkreis notwendig sind.
Auch das Thema
"Kindertagesbetreuung" ist
eine der neuen zentralen Herausforderungen
Auch das Thema Kindertagesbetreuung ist eine der zentralen Herausforderungen
für eine
positive Entwicklung im Ostalbkreis. Beruf und Familie müssen vereinbar
sein. Dies ist
nur möglich, wenn ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung stehen. Es
müssen
neben den institutionellen Angeboten der kommunalen, der freien sowie
kirchlichen
Träger auch Angebote der Tagespflege in ausreichendem Maße zur Verfügung
stehen.
Die CDU-Fraktion beantragt deshalb,
Die aktuelle Bildungspolitik der Landesregierung hat mit der
Gemeinschaftsschule eine
neue ideologisch konstruierte Schulform auf den Weg gebracht, die allenthalben für
Verunsicherung und unberechtigte Hoffnungen sorgt. Nach unserem Dafürhalten
wäre
mehr Kontinuität in der Bildungspolitik angebracht.
Mit der Disku-ssion um dieses angebliche ,,Allheilmittel" Gemeinschaftsschule
geht der
Blick auf die berufsbildenden Schulen etwas verloren. Der Ostalbkreis hat im
Jahr 2011
rund 10 neue Schulformen auf den Weg gebracht. Insbesondere das
flächendeckende
Angebot an Berufsoberschulen erschließt neue Bildungsmöglichkeiten. Gerade
hier
werden Nachwuchskräfte für unsere Unternehmen geschult und ausgebildet,
viele
erfolgreiche Schüler und Schülerinnen der berufli-chen Gymnasien belegen
heute
Studienplätze an den Fachhoch-schulen und an den Universitäten. In der
jüngsten
Bildungsstudie des ,,SPIEGEL" schneidet der Süden Deutschlands hervorragend
ab.
Besonders das Berufsschulwesen im Ostalbkreis liegt deutlich über dem
Durchschnitt von
Baden-Württemberg. Bildungsinnovationen der letzten Jahre, wie zum Beispiel
unsere
Innovationszentren an den Berufsschulen haben hier sicherlich maßgeblichen
Anteil.
Diese Erkenntnis sollte auch bei der rot-grünen Landesregierung Platz
greifen und es
sollte den Berufsschulen deshalb in der Schulpolitik ein stärkeres Gewicht
eingeräumt
werden.
Mit dem Bildungsbericht wurde eine beeindruckende Bilanz der aktuel en
Möglichkeiten
und Chancen im Bildungsbereich des Ost-albkreises aufgestellt. In der
Weiterentwicklung
dieses Themas geht es darum, die erkannten Defizite aufzuarbeiten.
Bereits im Haus-haltsplan 2011 wurde das Schulentwicklungskonzept
angesprochen.
Dieses liegt allerdings bis heute noch nicht vor. Im Hinblick auf den
demografischen
Wandel, den Schülerrückgang und die Verlagerung von Ausbildungsschwerpunkten
gilt
es, vor neuen Investitionen an den Kreisberufsschulzentren mit einem
Schulentwicklungskonzept zu reagieren.
Die CDU-Kreistagsfraktion beantragt,
-
vor den Baumaßnahmen in
Schwäbisch Gmünd, hier nenne ich die Stichworte wie
Klosterbergschule und Mensa am Kreisberufsschulzentrum oder
auch die anstehenden Brand-schutzmaßnahmen, ein
Schulentwicklungskonzept auf den Tisch zu legen, das nachweist,
dass diese geplanten Inves-titionen zukunftsfähig sind.
Wir begrüßen ausdrücklich die Investition in die Klosterbergschule in
Schwäbisch Gmünd.
Die CDU-Kreistagsfraktion hat bereits in der Haushaltsrede 2011 einen
entsprechenden
Antrag gestellt und wird diese Maßnahmen positiv begleiten.
Nicht zufrieden sind wir mit der Mittelbereitstellung für die Mensa im
Berufsschulzentrum
Schwäbisch Gmünd.
Wir beantragen,
Der Ostalbkreis stellt im Jahr 2012 insgesamt 346.200 Euro für die
Schulsozialarbeit an
18 Schulen zur Verfügung. Hierzu kommen noch Gelder für die Betreuung von
Schülerinnen und Schülern an den Kreisberufsschulzentren.
Die neue Landesregierung beteiligt sich ab dem Jahr 2012 zu einem Drittel an
den
Kosten der Schulsozialarbeit bis zu einem Betrag von 15 Millionen Euro
jährlich. Dies ist
landesweit gesehen natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber es
hilft, auch im
Ostalbkreis weitere Schulsozialarbeiter einzusetzen.
Die CDU-Kreistagsfraktion beantragt,
Der Ostalbkreis hat in Aalen und Schwäbisch Gmünd erhebliche Mietkosten für
die
Unterbringung von Internatsschülern aufzubringen. Bei den hohen anfallenden
Summen
wäre eine Überlegung anzu-stellen, ob es keine günstigere Lösung für diese
Unterbringung gibt.
Die CDU-Kreistagsfraktion beantragt,
Alle Fachleute und die Erfahrungen unterstreichen die Notwendigkeit des
lebenslangen
Lernens.
Wir haben im Ostalbkreis zahlreiche Bildungseinrichtungen, die für alle
Altersschichten
zusätzliches Wi-ssen vermitteln. Gerade diese Fülle an Angeboten von
räumlichen und
inhaltlich unterschiedlichen Kursen gilt es besser zu koordinieren und zu
vermarkten.
Dabei können durchaus die räumlich bestehenden Schwerpunkte erhalten
bleiben.
Dezentralität spricht für mehr Kundennähe.
Die CDU-Kreistagsfraktion beantragt,
Der Ostalbkreis hat sich in den vergangenen Jahren im So-zialbereich nicht
nur mit seinen
Pflichtaufgaben beschäftigt, sondern auch die Ergebnisse des Sozialberichts
bzw. des
Sozialforums bearbeitet. Um für Neuaufgaben vorbereitet zu sein, müssen wir
aber vor
allem auch die finanziellen Forderungen meistern. Es gilt, den Sozialetat
,,im Griff" zu
behalten. Dies ist nur durch das konsequente Fortsetzen des Sozialcontrollings möglich.
Die CDU-Fraktion bittet deshalb die Landkreisverwaltung darum, bei der
Neustrukturierung des Bereiches Controlling die bestehenden erfolgreichen
Strukturen
nicht zu gefährden bzw. in einer größeren Einheit aufgehen zu lassen.
Die Ergebnisse des Sozialberichts und des Bildungsberichts haben gezeigt,
dass eine
nachhaltige und strukturelle Änderung im Bereich des Sozialen nur über
Bildung möglich
sein wird. Nur mit entsprechendem Bildungsabschluss und mit entsprechendem
eigenem
Einkommen kann für viele Menschen künftig auf Transferleistungen verzichtet
werden.
Bildung und So-ziales müssen deshalb enger zusammenrücken.
Die CDU-Kreistagsfraktion beantragt
Elternbildung, Elterninformation muss dort erfolgen, wo man die Eltern
erreicht. Dies
geschieht in den Kindertagesstätten oder in den Schulen. Diese Institutionen
müssen wir
zukünftig nutzen, um frühzeitig Eltern auch in schwierigen Situationen
begleiten zu
können. Gerade für das Jugendamt und für die dortigen Herausforderungen und
Handlungsansätze wäre das Thema Fa-milien- und Bildungszentrum ein neuer
Ansatz.
Die CDU-Fraktion hat den Optionsantrag des Landkreises unter-stützt, weil wir
beim
Thema Arbeit gestalten und nicht nur verwalten wollen. Wir fordern deshalb,
dass endlich
die gesetzgeberischen und finanziellen Rahmenbedingungen geschaffen werden,
damit
das kommunale Gestalten möglich wird. Der Bund und die Arbeits-verwaltung des
Bundes
müssen endlich erkennen, dass nicht al e Erwerbslosen gleich sind, sondern
mit ganz
unterschiedlichen Vor-aussetzungen starten. Dies hat der jetzige Aufschwung
gezeigt.
"Dieser Aufschwung kam
doch nicht bei all-en Arbeitslosen auf der Ostalb gleich an"
Dieser Aufschwung kam nicht bei allen Arbeitslosen gleich an. Menschen mit
teilweise
mehrfachen Handicaps haben den Sprung in die Arbeit nicht geschafft. Sie
benötigen
aber in besonderem Maße unsere Unterstützung. Sie benötigen eine weitere
Chance.
Vor allem auch bei den jungen Menschen müssen wir uns konsequent um jeden
einzelnen bemühen, ansonsten stehen 40 bis 50 Jahre staatliche
Transferleistungen als
Alternative im Raum. Die angekündigten Arbeitsmaßnahmen müssen auf den Weg
gebracht werden.
Die CDU-Fraktion beantragt
Die Diskussion in den vergangenen Wochen und Monaten, insbe-sondere auch die
aktuelle Diskussion zeigt deutlich, dass der Ost-albkreis in erheblichem Maße
vom
demografischen Faktor betroffen ist. Die Bevölkerung im Ostalbkreis wird
eindeutig
weniger und zudem älter. Der Ostalbkreis muss sich deshalb dringend mit den
demografischen Auswirkungen auseinandersetzen und Demografie aktiv gestalten
und
auch als Chance nutzen. Es ist eine Gesamtstrategie mit entsprechenden
Handlungsfeldern von konkre-ten Maßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen.
Entsprechende Handlungsfelder sind festzulegen und mit dem Kreistag zu
diskutieren.
Die CDU-Fraktion beantragt deshalb
Die Umsetzung der Strategie wird den Ostalbkreis sicherlich in den nächsten
Jahrzehnten
beschäftigen, denn beim Thema Demografie handelt es sich um ein
Querschnittsthema
und auch ein Dauer- thema der nächsten Jahrzehnte.
"Unzureichende
Verkehrsinfrastruktur ist ei-
nes der größten Sorgen-Themen der Ostalb"
Die unzureichende Verkehrsinfrastruktur ist eines der größten Sorgenthemen
der Ostalb.
Dies war eine Aussage in Ihrer Haushaltsrede, die wir als CDU-Fraktion nur
in vollem
Umfang unter-stützen können.
Wie wichtig Verkehrsinfrastruktur aber nicht nur für die Politik, sondern
auch für die
Bürger ist, haben wir am vergang-enen Sonntag sehr klar und deutlich durch
die
Volksabstimmung zu Stuttgart21 erlebt. Die Bürger unseres Landes, und vor allem auch
des Ostalbkreises, haben sich sehr eindrücklich und sehr eindeutig für diese
innovative,
sehr zukunftsorientierte Maßnahme ausgespro-chen. Dies dürfen wir getrost
auch als
Fingerzeig der Bürger sehen, Verkehrsinfrastruktur nicht zu vernachlässigen,
sondern
den wachs-enden Bedürfnissen der Zukunft anzupassen und diesen Bedürfnissen
gerecht
zu werden. Ein Fingerzeig auch an den grünen Teil der Landesregierung,
Schwerpunkte
in der Verkehrspolitik zu setzen und die Notwendigkeit von
Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen neu zu bewerten. Diesem Auftrag hat sich unsere Fraktion in der
Vergangenheit verpflichtet gefühlt und wir sehen darin auch für die Zukunft
ein wichtiges
und großes Aufgabenfeld. Verkehrsin-frastruktur ist also für uns ein
zentrales Thema,
denn die wirtschaft-liche Entwicklung und auch die Zukunft unseres Raumes
hängt von
einer gut funktionierenden und gut ausgebauten Infrastruktur ab. Dazu gehört
schwerpunktmäßig ein gut ausgebautes und funktionie-rendes Straßennetz.
Wir fordern in diesem Zusammenhang Land und Bund auf, auch ihren Beitrag
dazu zu
leisten. Dies gilt zum einen für den Planungs-bereich, zum anderen aber auch
für die
Umsetzung bereits planfestgestellter Bundes- und Landesstraßen. Die
durchgehende
Planung der B29 von Schwäbisch Gmünd bis zur bayerischen Landesgrenze darf
genauso wenig auf die lange Bank geschoben werden, wie der absolut
notwendige
Albaufstieg von Unterkochen nach Ebnat. Die kleinen Maßnahmen, wie die
Verbesserung
von Kreuzungspunkten an der B29, die Auffahrt zur Röttinger Höhe, die
geplanten
Ortsumfahrungen Trochtelfingen und Pflaumloch müssen vorankommen und dulden
keinen Aufschub mehr. Die Ortsumfah-rung Mögglingen muss wie zugesagt
unmittelbar
nach Abschluss des Gmünder Tunnels in Bau gehen und die Landesstraßen, die
sich
teilweise in einem katastrophalen Zustand befinden, dürfen nicht von Jahr zu
Jahr
geschoben werden, wie dies zum Beispiel von Heuchlingen nach Mögglingen der
Fall ist.
Man könnte viele andere Beispiele nennen. Verantwortungsvolle Infrastruktur
sieht
anders aus.
Wir zeigen dabei aber nicht nur mit Fingern auf andere, sondern wir haben
eigene
Hausaufgaben erledigt. Wir haben unsere Kreis-straßen wesentlich verbessert
und
ausgebaut, das Kreisstraßen-sonderprogramm, das von unserer Fraktion
beantragt wurde,
zeigt Erfolge und findet Anerkennung, denn vor allem im ländlichen Raum
bringt es
deutliche Verbesserungen.
Wir sind deshalb froh, dass dieses Kreisstraßensonderprogramm
(Deckenverstärkungspro-gramm) fortgesetzt wird und wieder mehr Kreismittel in
diesem
Bereich, nämlich 2,6 Millionen Euro, eingesetzt werden.
Es ist auch richtig, für mögliche Frostschäden 400.000 Euro in den Haushalt
einzustellen.
Nur so ist zu vermeiden, dass wir erforderliche Sanie-rungsmittel oder
Baumittel für
Reparaturen umschichten müssen.
Die Planung des ,,Weilemer Kreuzes" muss endlich begonnen wer-den. Sehr lange
wird
bereits darüber diskutiert, schwere und töd-liche Unfälle fordern rasche
Abhilfe. Der Kreis
hat seinen Beitrag zur Verfügung gestellt, nun ist das Land in der
Verantwortung.
Vielleicht kann die nachhaltige Kreisstraßenunterhaltung, wie es hier im
Ostalbkreis
praktiziert wird, für Bund und Land Vorbild sein, denn es wird nicht nur
Straßenunterhaltung betrieben, sondern es wird auch Volksvermögen damit
erhalten.
Neben dem Unterhalt und dem Ausbau der Kreisstraßen kommt dem Ausbau der
Radwege eine immer größere Bedeutung zu. Das Fahrrad wird immer häufiger in
der
Freizeit, aber auch als Ergänz-ung zu Auto und ÖPNV genutzt. Ein
ordentliches,
kreisweites Radwegenetz muss deshalb unser Ziel sein und es sollte uns auch
endlich
gelingen, ein einheitliches Konzept im Kreis und möglichst darüber hinaus
mit gut
sichtbarer Beschilderung auf den Weg zu bringen.
Die CDU-Fraktion beantragt,
Öffentlicher Personennahverkehr und Schülerbeförderung haben im Ostalbkreis
zumindest größtenteils einen hohen Standard. Wir müssen allerdings sehen und
feststellen, dass vor allem im ländlichen Bereich, auch unter dem
Gesichtspunkt des
bereits öfters angesprochenen demografischen Faktors, Verbesserungen
notwendig sind.
Verbesserungen müssen allerdings auf der anderen Seite auch bezahlbar
bleiben.
Erfreulich ist, dass unsere Bürger das Angebot mit steigender Tendenz
nutzen. Fahrbus
Ostalb ist beschl-ossen und wir hoffen, dass die noch fehlenden
Busunternehmen
möglichst bald mit ins Boot kommen.
Große Hoffnungen setzen wir in den zukünftigen Nahverkehrsplan, den wir
unter
Beteiligung der Bürger erarbeiten wollen. Wir gehen ergebnisoffen in eine
Disku-ssion, bei
der es keine Tabus geben darf, auch die Frage der Bündelung von Konzessionen
muss
auf den Tisch kommen.
Die CDU-Kreistagsfraktion beantragt,
"Senkung der GOA- Gebühren war richtiges
Signal an unsere Bürger u. Gebührenzahler"
Die GOA arbeitet bei der Müllentsorgung, der Abfallverwertung und beim
Einsammeln von
Wertstoffen im Ostalbkreis zu unserer vol en Zufriedenheit. Sie
erwirtschaftet Gewinne
und diese guten Ergeb-nisse fließen dem Gebührenhaushalt des Kreises zu. Das
gute
Ergebnis des letzten Jahres und das auch zu erwartende Ergebnis in diesem
Jahr haben
eine Senkung der Müllgebühren ermöglicht. Auch wenn diese Gebührensenkung
hier im
Gremium heftig dis-kutiert worden ist, sind wir der Meinung, es war ein gutes
und es war
ein richtiges Signal an unsere Bürger und Gebührenzahler.
Es erfüllt uns das neue ,,Kreislaufwirtschaftsgesetz" mit Sorge. Es kann
nicht sein, dass
der gewinnbringende Abfall in Zukunft durch private Entsorger vermarktet wird
und der
Rest durch die Komm-unen, sprich durch den Landkreis und die GOA. Dies führt
dazu,
dass die Privaten in Zukunft die Gewinne abschöpfen und die zwangsläufig
entstehenden
höheren Kosten vom Gebührenzahler getragen werden müssen. Wir fordern
deshalb vom
Bund, dem bei der Neufassung des Kreislaufwirtschaftgesetzes entsprechend
Rechnung
zu tragen, um diese sogenannte ,,Rosinenpickerei" zu vermeiden.
Das Krankenhauswesen wird auch in der Zukunft ein Aufgaben-schwerpunkt
unserer
Arbeit bleiben und wird uns dauerhaft begleiten. Mit der Fertigstellung des
vierten
Bauabschnitts der St. Anna Virngrundklinik in Ellwangen und dem Bau eines
Parkdecks
sowie dem Neubau der Frauenklinik am Ostalbklinikum und der
Fassadensanierung am
Stauferklinikum Mutlangen werden wir die großen Bauinvestitionen
abschließen. Wir
haben diese Investitionen politisch alle mitgetragen. Der Ostalbkreis ist
dann baulich und
auch medizinisch an seinen drei Standorten gut aufgestellt. Wir können durch
unsere
Dezentralität unseren Bürgern wohnortnah eine hervor-ragende
Krankenhausversorgung
anbieten.
Sorge bereitet uns natürlich, wenn wir die Zahlen der Wirtschafts-pläne
sehen, die
permanente Unterfinanzierung des Klinikwesens. Unsere Mitarbeiter an den
Kliniken
leisten großartiges und sie verdienen unser al er Anerkennung und Respekt.
Wir teilen
auch Ihre Auffassung, dass mehr Service und Pflege für unsere Patienten
wünschenswert, ja sogar notwendig wäre. Wir müssen aber erkennen, dass bei
einer
Steigerung des Budgets um nicht einmal 1,5 Prozent dies nicht möglich ist.
Wir fordern deshalb die Politik und die Kostenträger auf, die Kliniken so zu
finanzieren,
dass sie überleben können. Die Politik kann nicht hohe Standards und mehr
Qualität
einfordern und uns bei der Finanzierung dann kläglich im Stich lassen.
Wo es kein
Krankenhaus auf der Ostalb gibt
sollen "Notfallpraxen" eingerichtet werden
Wir freuen uns, dass es im Ostalbklinikum in Aalen bald eine
Kinderbetreuungseinrichtung geben wird. Sicher eine zukunftsweis-ende
Maßnahme, die
für andere Vorbild sein kann. Wir bedanken uns deshalb auch bei der Stadt
Aalen für ihre
Kooperationsbe-reitschaft sehr herzlich.
Wir freuen uns, dass mit der Fertigstellung des vierten Abschnittes an der
St. Anna
Virngrundklinik die Erwachsenenpsychiatrie endlich in Betrieb gehen kann und
wir
begrüßen natürlich auch, dass am Stauferklinikum in Mutlangen eine Notfallpraxis
eingerichtet wird und wie wir der Presse entnehmen konnten auch in Ellwangen wohl
der Durchbruch gelungen ist. Die CDU-Fraktion würde es auch begrüßen, wenn
wir am
Ostalbklinikum in Aalen und in Raumschaften, wo es kein Krankenhaus gibt, in
welcher
Rechtsform auch immer solche Notfallpraxen eingerichtet werden könnten.
Die CDU-Fraktion beantragt,
Auch das Problem der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum brennt uns
nach wie
vor unter den Nägeln. Wir haben dies bereits in unserer Haushaltsrede 2011
angesprochen. Durch die demogra-fische Entwicklung wird sich dieses Problem
weiter
verschärfen und deshalb müssen wir an diesem Thema dranbleiben. Dieses Thema
wird
sicherlich auch eine nicht unwesentliche Rolle beim Kreisentwicklungskonzept
spielen,
denn für die künftige Entwicklung und die Chancen aller Raumschaften des
Ostalbkreises
ist dies mit eine zentrale Frage.
Der Ostalbkreis betätigt sich auch in der Zukunft nachhaltig als Bauherr.
Insbesondere ist
dies in den Bereichen Berufschulzentren, Sprachheilschulen,
Verwaltungsgebäuden und
auch den Kranken-häusern der Fall. In den letzten Jahren wurden beim
landkreis-eigenen
Hochbau und den Sanierungsmaßnahmen hinsichtlich der Bauablauforganisation
und der
Kontrolle von Architekten, Inge-nieuren, aber auch Unternehmen nachweislich
Lehrgeld
bezahlt. Dies kann so nicht bleiben!
Die CDU-Fraktion beantragt
Wir können uns vorstellen, dass diese qualifiziert zu besetzenden Stellen
dem
Gebäudemanagement zugeordnet werden. Alternativ ist auch an eine
Zusammenfassung
mit der ebenfalls ungenügenden personellen Ausstattung für den vorbeugenden
Brandschutz und den Katastrophenschutz zu denken.
Im Zusammenhang mit dem Verkauf des Schwesternwohnheims beim Ostalbklinikum
in
Aalen, wurde bereits sehr ausführlich über eine nachhaltige Strategie
hinsichtlich unserer
Verwaltungsgebäude diskutiert. Mit der Verwaltungsreform und der
Berücksichtigung des
Ostalbkreises als Optionslandkreis gab es immer wieder neue Gesichtspunkte.
Wir sind jetzt allerdings der Auffassung, dass eine nachhaltige Strategie
hinsichtlich der
Verwaltungsgebäude diskutiert gehört.
ABO-Domizil: CDU
beantragt Konzeption für das Ex-Schwestern-Wohnheim zu erstellen
Die CDU-Kreistagsfraktion beantragt,
Die Haushaltsplanaufstellung 2011 war im Hinblick auf den dramatischen
Einbruch der
Kreisumlage besonders schwierig. Sie haben ganzjährig den Kreistag in die
konzeptionelle Erarbeitung von Einsparvorschlägen und die Vorbereitung des
Haushaltsplanes einbez-ogen. Dies hat dazu beigetragen, dass im vergangenen
Jahr trotz
einer erheblichen Erhöhung der Kreisumlage die Haushaltspl-anberatungen sehr
konstruktiv und zielorien-tiert waren.
Diese positiven Erfahrungen haben Sie sicher bewogen für den Haushaltplan
2012 die
gleichen Schritte einzuleiten. Es ist sich-erlich ungewöhnlich und spricht
für das hohe
finanzielle Verant-wortungsbewusstsein von Verwaltung und Kreistag, wenn
bereits vor
der Sommerpause der Rahmen für die künftige Kreisumlage fast punktgenau
festgelegt
wird. Wir anerkennen Ihre Bemühungen den Haushaltsplan 2012 sehr frühzeitig
vorzubereiten und die Weichen ohne Zeitdruck zu stellen. Weiterhin
bescheinigen wir der
Verwaltung eine professionelle Abwicklung der Umstellung auf das neue
kommunale
Rechnungswesen.
Der bei der Kreistagssitzung am 08.11.2011 ausgegebene Haushal-tsplanentwurf
wurde
durch den Haushaltserlass 2012, sowie dem Schreiben der Landkreisverwaltung
vom
17.11.2011 fortentwickelt. Der Ostalbkreis kann unter Berücksichtigung
einiger
Verschie-bungen mit mindestens 1,5 Millionen Euro zusätzlich rechnen.
Die CDU-Kreistagsfraktion sieht es ebenfalls als richtig an, den
Haus-haltserlass nicht mit
der ,,rosaroten Brille" zu lesen. Sie haben ganz bewusst nicht die
Spielräume nach oben
ausgenutzt und vorsichtig gerechnet.
Wir stehen hinter der Abdeckung des Finanzierungs-mittelfehlbedarfs in Höhe
von rund 1
Million Euro aus den zusätz-lichen Einnahmen. Damit gelingt es, die nach dem
alten
Haus-haltsrecht vorgeschriebene ,,allgemeine Rücklage" als Grundlage für eine
künftige
Ergebnisrücklage zu erhalten und die liquiden Mittel der Kreiskasse zu
stärken. Weniger
Kontokorrentzinsen sind ein spürbarer wirtschaftlicher Erfolg!
Die CDU-Kreistagsfraktion beantragt,
-
die nach dem
Haushaltserlass 2012 prognostizierten Mehr-einnahmen wie folgt zu
verwenden:
a) 1,0 Mil ionen Euro Ausgleich des Finanzmittelbedarfs und Erhalt
eines Kassenbestandes in Höhe des Mindestbetrages der
al gemeinen Rücklage für das mittelfristige Ziel des Aufbaues
einer Ergebnisrücklage.
b) Energetische Sanierung der Landkreisaußenstel e
Hausmannstraße in Schwäbisch Gmünd
c) al e weiteren zusätzlichen Mittel, die sich im Jahr 2012 ergeben,
sind zur Reduzierung der Schuldaufnahme bzw. zur
Ausnützung außerordentlicher Tilgungen bei freiwerdenden
Darlehen zu verwenden.
Wir wollen diese zusätzlichen Mittel auf die Ebene der Städte und Gemeinden
weiterreichen und damit auch die Kommunen am Aufschwung beteiligen. Dies
geschieht
am Besten durch eine Senkung der Kreisumlage von 37 % auf 35,5 %.
Wir beantragen,
-
die Kreisumlage auf einen Satz von
35,5 % festzulegen. Wir liegen damit zwar über dem gewogenen Mittel
des Landes, aber noch deutlich unter den Spitzenreitern im
Regierungs-bezirk Stuttgart bei der Kreisumlage.
Ich darf mich bei Ihnen, Herr Kreiskämmerer Kurz und bei den Mitarbeitern
der Kämmerei
für die große Arbeit, die hinter diesem Haushalt 2012 steckt, ganz herzlich
bedanken. Der
erste Haushalt, der in doppischer Forum eingebracht und beraten wird. Eine
Herausforderung für die Verwaltung, aber auch für die Mitglieder des
Kreistags.
Herzlichen Dank auch für den Fleiß und die Arbeit, die mit dieser Umstellung
verbunden
waren.
Die AIZ setzt die fast ungekürzten und unzensierten Reden im Kreistag zum
Etat 2012 fort. DG
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