"Vorwärtsstrategie" und Gewerbe-Entwicklungs-Konzept:
B 29: Mit "Spitzengespräch" will Kiesewetter
nun als Vermittler alle Regionen verzahnen
Neue Sensation:
Sprechstunden für Bürger werden in Räumen
der Aalener Rathäuser angeboten: Kontakte zur Verwaltung

Antrittsbesuch des neuen Aalener Bürgers und CD-Bundestagsabge-ordneten Roderich Kiesewetter (links) beim OB im Aalener Rathaus.
Aalen.
Einen engen Schulterschluss für die Belange der Region haben der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter und Aalens Oberbürgermeister Martin Gerlach beim Antrittsbesuch Kiesewetters im Aalener Rathaus vereinbart. Er suche den direkten Kontakt zu den Menschen in der Region und werde sich als Einwohner Aalens nach Kräften für diese Stadt einsetzen, bekräf-tigte Kiesewetter in einem konstruktiven zweistündigen Gespräch im OB-Dienstzimmer im Rathaus.

Genial: CDU-MdB Kiesewetter ist auf dem Weg seinen vorgänger den "Bundesschorsch" Georg Brunnhuber in Sachen Bürgernähe noch zu überrunden: Er plant Bürgersprechstunden auch in Rathäu-sern der Aalener Ortsteile u. wird Verantwortliche dazu kontaktieren
Seine Bürgersprechstunden wird er, abgesehen von Wahlkampfzeit-en, in Räumen der Aalener Rathäuser (auch in sämtlichen Stadt-teilen) anbieten. In großer Runde mit Oberbürgermeistern, Bürg-ermeistern und Ortsvorstehern will sich der junge Abgeordnete aus Aalen dann regelmäßig besprechen und die gemeinsame Linie fest-legen.

Gerlach informierte den CDU-Bundestagsabgeordneten über den aktuellen Stand den EULE/ NIKE-Projekts, dem geplanten Innova-tionszentrum an der Aalener Hochschule. Als europäisches Leucht-tumprojekt berge der künftige Inkubator große Chancen für die Region, betonte Gerlach und verwies auf den Wirtschaftsraum Aalen, der sich nicht an Markungsgrenzen festmachen ließe. Einig waren sich die Gesprächspartner, dass die Kommunen und Gem-einden des Wirtschaftsraums auf vielen Gebieten koordiniert zu-sammenarbeiten müssen.

Zum Beispiel wenn es um den Ausbau der B 29 geht, ein Schwer-punktthema Kiesewetters. Er plane ein Spitzengespräch mit allen Anliegergemeinden und stehe in Kontakt zum bayrischen Abge-ordneten der betroffenen Grenzregion. „Ich sehe mich als Vermittler und will die vielen guten Ansätze in der Region verzahnen“ betonte Kiesewetter.

OB Gerlach begrüßte die Initiative, zumal die schlechte Ost-West-Anbindung die gravierendste Schwäche der Region sei. „Wenn wir gemeinsam nichts erreichen, droht der Verkehrsinfarkt“ sagte Gerlach und sicherte seine Unterstützung zu.

Als weiteren Schwerpunkt nannte Kiesewetter das Thema Klima-schutz, in dem die Stadt Aalen bereits sehr gut aufgestellt sei. Und er möchte die Region in Berlin bekannter machen. „Wir haben so viel zu bieten, von den Römern über das älteste Industrieunternehmen bis zur attraktiven, intakten Landschaft. Aber außerhalb des Ländles kennt kaum jemand Ostwürttemberg“.

In den kommenden fünf bis zehn Jahren würden die Weichen für die nächsten Jahrzehnte gestellt, sagte Gerlach und verwies auf die neuesten Zahlen der Aalener Bevölkerungsprognose. Deshalb setze er auf allen Gebieten, insbesondere in der Wirtschaftsförderung auf eine "Vorwärtsstrategie". Ein Gewerbeentwicklungskonzept ist in Auftrag gegeben.