Hospiz-Dienste: In Würde Leben und sterben

Auftaktveranstaltung des Netzwerkes Forum Hospiz Ostalb:
"Ich ziehe meinen Hut vor Ihnen: Jährlich
Tausende Sterbende zu betreuen ist Vorbild"
"Gegen das Verdrängen des Todes einen Beitrag zur Enttabui-
sierung vom Sterben und Tod":
Hospiz bewegt u. wird bewegt


Aalen. Am Mittwoch Abend fand im Aalener Landratsamt im Grossen Sitzungssaal die Auftaktveranstaltung des Netzwerkes Forum Hospiz Ostalb unter dem Titel „Hospiz bewegt und wird bewegt"  statt: Im Ostalbkreis haben sich neun Hospize unter der Schirm-herrschaft von Landrat Klaus Pavel zum Netzwerk Forum Hospiz Ostalb zu-sammen geschlossen. Landrat Klaus Pavel sagte zur Eröffnung wörtlich: "Der Tod gehört zum Leben und dem wird im Ostalbkreis ohne Rücksicht auf Konfess-ion Rechnung getragen: Ich ziehe meinen Hut vor Ihnen die in der stunde des Todes jährlich sage und schreibe 6.500 Menschen auf hohem Niveau auf der Ostalb bis zum Tod und die Angehörigen danach weiter begleiten: Sie sind echte Vorbild-er". Ausdrücklich legte dann Landrat ein öffentliches Bekenntnis zum "Sterben zuhause" ab und das "Ja zum Zuhause zu sterben" werden gerade im Ostalbkreis vorbildlich im ganzen Land Rechnung durch die stationären und ambulanten Hospiz-Dienste Rechnung getragen. Dazu nannte Pavel ein Bei-spiel: Eine Familie auf der Ostalb kümmert sich um die Sterbenden und das sind echte Vorbilder. Die ehrenamt-lichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen allen Menschen helfen, die durch schwere Krankheit oder Tod betroffen sind. Es gibt Alternativen nun im gesamten Ostalbkreis.

 


Ausstellung im 1. Stock des Landratsamtes Ostalbkreis:
So sehen Dali, Hajek, Dix, Kandinsky u. HAP
Grieshaber Leben und Sterben und den Tod

Auch Petra Pachner nannte Zahlen und die Fakten: 250 ehren-
amtliche Helfer/innen sichern die würdige Trauer-Begleitung


Aalen.
Aus dem Hauptvortrag und den weiteren Grußworten auch von Dekan Angstenberger zum Netzwerk Hospiz am 25. März im Aalener Landratsamt hat Petra Pachner die Hintergründe des Themas Hospiz im Fazit gegenüber der Presse aus-geleuchtet: "Die Hospizeinrichtungen leisten im Ostalbkreis jährlich etwa 6500 ehrenamtliche Stunden bei Schwerkranken und Sterbenden. Diese Leistung werden durch ca. 250 ehren-amtliche Hospizhelferinnen -und Helfer erbracht. Die für den Einsatz erforder-liche Qualifizierung der Ehrenamtlichen umfasst ca. 60-70 Schulungsstunden. Regelmäßige Fortbildungen und Super-vision, sowie Teilnahme an gemein-schaftlichen Veranstaltungen ergänzen und begleiten die Einsätze der Helfer Einige Hospizdienste bieten auch Trauer-begleitung an. Die Mitarbeiterinnen haben ebenfalls eine intensive und hochqualifizierte Ausbildung, auf der Basis der Richtlinien der Landesarbeits-gemeinschaft Hospiz Baden Württemberg (LAG) absolviert. Auch dieser Dienst ist ehrenamtlich. Das kostenlose Angebot der ehrenamtliche Hospizhelferinnen -und helfer umfasst folgende höchst quali-fizierte Leistungen auch auf der gesamten Ostalb:

 

Erste gemeinsame Vertrags-Unterzeichnung im Landratsamt:
"Forum Hospiz Ostalb" will mehr als nur die
Menschen der Ostalb beim Sterben begleiten

"Hospizbewegung betrachtet das menschliche Leben von bis
zu seinem Tode als Ganzes: Sterben ist Leben vor dem Tod"


Aalen. In der Sterbebegleitung auf der Ostalb ist ein neues Kapitel aufge-schlagen worden, das im ganzen Land Baden-Württemberg in dieser Form und in dieser bedingungslosen Zusammenarbeit "einmalig ist": Es wurde von allen 300 Sterbbegleitern bzw. deren Vertreter die Gründung der gemeinsamen einheitlichen Organisation "Forum Hospiz Ostalb" gegründet, deren "neutrale Leitung" der Ostalbkreis inne hat und alles was es um das Thema Sterbebegleitung gibt koor-diniert. Die Verträge wurden am Freitag 28. November im Landratsamt Ostalbkreis von allen Partnern gemeinsam unter-zeichnet und bereits in der ersten Sitzung anschließend klar gemacht, dass die Sterbenden auf der Ostalb nun künftig Dank eines engen Netzwerkes noch besser betreut werden können.

 

Immer mehr Menschen benötigen künftig die Sterbe-Hilfe:
100 Wünsche der 300 Ostalb-Sterbebegleiter
erfüllte Schirmherr und Landrat Pavel sofort

Aber auch an den Helfern gehen die Sterbe-Erlebnisse nicht
spurlos vorüber: Auch sie brauchen Hilfe - GOA-CD überreicht

Aalen.
Die Vertragsunterzeichnung der Sterbehelfer aus dem Ostalbkreis die ab sofort eng miteinander kooperieren wurde im Landratsamt Ostalbkreis auf der Chefetage nicht zur Pflichtveranstaltung abgehakt, sondern endlich konnten ein-mal die etwa 20 Vertreter der über 350 Sterbehelfer bei Landrat Pavel das los werden was ihnen am Herzen liegt und für eine optimale Sterbebegleitung noch fehlt: Eine Sprecherin der Ellwangener Sterbehilfe übergab Landrat Pavel einen schwarzen Schirm mit lauter Zetteln darunter, auf denen die Sterbehelfer der Ostalb ihre Wünsch für sich und die Sterbenden aufgezeichnet  haben. Zum Beispiel, dass der Landkreis alle kreis-eigenen Räumlichkeiten kostenfrei und ohne Voranmeldung pauschal zur Ver-fügung stellt, so zum Beispiel auch im Ostalklinikum in Aalen.

 

Über Tausend am 13.2. beim Kinderhospiztag im Landratsamt
"Kinder-Sterben, Tod und Trauer aus dem
bestehenden Tabubereich nun heraus holen"

Vormittags- und Abendveranstaltung sensibilisierten für den
Umgang mit dem Sterben: Kein Tabu-Thema sondern existent


Aalen. Zum zweiten Mal stand im Ostalbkreis ein „Tag der Kinderhospiz-arbeit" im Blickpunkt am Freitag, 13. Februar 2009 im Aalener Landratsamt an, an dem auf die Situation lebensverkürz-end erkrankter Kinder und deren Familien aufmerksam gemacht wurde. Gleichzeitig haben die Veranstalter dazu beigetragen, die Sprachlosigkeit zu diesem Thema in der Öffentlichkeit zu überwinden. Auf ungewöhnliche Weise setzte sich der ambulante Kinderkrankenpflege- und Kinderhospizdienst des Malteser Hilfs-dienstes e.V. und die Behindertenko-ordination des Landratsamtes Ostalbkreis mit dem Thema Sterben auseinander und bot im Ostalbkreis erstmalig ein Theaterstück an.

Seite wird fortgesetzt