Schweinepest-Szeniaro auf der Ostalb 2007  

Dauerhaftes Logistik-Zentrum auf dem THW-Gelände in Aalen:
Übungsszenario "Schweinepest Maul- und
Klauenseuche: Vogelgrippe im Ostalbkreis!"
Landrat Klaus Pavel: Der Ostalbkreis will für den Ernstfall der
Katastrophen gewappnet sein u. richtete Logistikzentrum ein

Aalen. Grossalarm gab es überrasch-end am Donnerstag 28. Juni beim Landratsamt und beim THW in der Robert-Bosch-Strasse: Hochanstecken-de Tierseuchen wie Schweinepest, Maul- und Klauenseuche oder Vogelgrippe sind in Zeiten weltweiten Handels mit Tieren eine ständige Gefahr. Um für den Ernstfall des Ausbruchs einer Tierseuche auch praktisch gewappnet zu sein, führte das Landratsamt Ostalbkreis im Rahmen der Stabsrahmenübung am 27. und 28. Juni 2007 auch einen Vollübungsteil durch. Dabei wurde auf dem Gelände des THW in Aalen ein Logistikzentrum für den Tierseuchenfall eingerichtet und in Betrieb genommen. „Im Fall des Ausbruchs einer Tierseuche müssen die Aktionen aller Beteiligten wie Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen", so Landrat Klaus Pavel. „Diesen Fall wollen wir heute vorwegnehmen, unter Beteiligung von Feuerwehr, THW und der Polizei neben der Stabsarbeit auch die praktischen Abläufe am Logistikzentrum üben.

 

Schweinepest durch Schweinehändler ist ausgebrochen:
Über 1.000 der 140.000 Ostalbkreis-Schweine
wurden in Dossingen und Ellenberg getötet
2-Stunden E-Mai-Kommunikations-Panne im Regierungspräsi-
 dium - Untersuchung in 71 Ostalb-Betrieben als "Nachsorge"
 
Aalen/Neresheim/Dossingen.
Über 1.000 Schweine mussten am Mittwoch 27. Juni und Donnerstag 28. Juni bis 17 Uhr jeweils in den von der Schweinepest heimgesuchten und abgesperrten land-wirtschaftlichen Anwesen in Ellenberg bei Neresheim und in Dossingen getötet und die Kadaver in der Tierkörperbeseiti-gungsanlage verbrannt werden. Landrat Klaus Pavel verkündete der Presse am Donnerstag 28. Juni gegen 15 Uhr: "Der Ostalbkreis ist wieder schweinepestfrei. Es mussten jedoch dafür über 1.000 Schweine in Ellenberg und Dossingen getötet werden. Die Gesundheit aller Bürger im Ostalbkreis war zu allen Stunden gesichert" und dann wollte Landrat Pavel der Presse auf dem THW-Gelände zeigen wie die ganzen Tage über Menschen und Fahrzeuge im Ostalbkreis kontaminiert wurden und so die Schwei-nepest keine Chance hatte sich auf an-dere zu übertragen und so Katastrophen auszulösen.

 

Viele Fragen und Antworten zur Schweinepest nur in AIZ:
Öffentliche Hintergründe und Geheimnisse
um Schweinepest anno 2007 im Ostalbkreis

Landrat Pavel ist sicher daß im Ernstfall alle Bürger geschützt
sind: Allerdings ist die "Vogelgrippe" immer noch ein Thema
 

Aalen.
Zwar war die Übung 2007 Schweinepest im Ostalbkreis am 28. und 29. Juni ohne wenn und aber erfolgreich und im Ernstfall hätten alle Bürger auf der Ostalb von einer Epidemie geschützt werden können, schließlich wurden natürlich nicht in der Praxis über 1.000 Tiere auf der Ostalb gekeult, aber die Gefahr droht trotzdem, wie Landrat Klaus Pavel sehr offen bekannte und die offenen Hintergründe und Geheimnisse um die Schweinepest und wie man diese erkennt und dagegen vorgeht in der Presse-konferenz darlegte: "Das Thema Vogelgrippe" ist immer noch aktuell und auch die Tatsache, dass schon ein-mal 20.000 Schweine getötet werden mussten", sagte Landrat Pavel vor der Presse im THW-Zentrum in Aalen. Von Landratsamt und Regierungspräsidium sei zwar alles dafür vorbereitet worden allen Gefahren ins Auge zu sehen, aber der Wert der Hilfe in diesen Notfällen der Ehrenamtlichen und spontanen Helfer sei nicht hoch genug einzuschätzen.

 

Länderübergreifend Personen vor möglicher Pest geschützt:
Bayerische Regierungsbezirke in Schwaben,
Mittelfranken u. Unterfranken waren beteiligt

Notfallübung zur Tierseuchen-Bekämpfung war notwendig -
Landrat Pavel: "Nur wer den Ernstfall übt ist auch vorbereitet"


Aalen. Wie Landrat Pavel bei der Pre4ssekonferenz nach der Schweine-pest-Übung am Donnerstag 28. Juni vor der Presse feststellte, ist die Übung nach fiktiven Ausbrüchen der Klass-ischen Schweinepest (KSP) als „Trockenübung" in Anlehnung an eine sogenannte Stabs-rahmenübung abgelaufen. Als sogenannter "Vollübungsanteil" wurden im Ostalb-kreis Gehöftsperre, Sperrbezirksbeschil-derung, Personen-Dekontamination so-wie Fahrzeug-Dekontamination zusätz-lich vorgenommen. Auch die angren-zenden bayerischen Regierungsbezirke Schwaben, Mittelfranken und Unterfran-ken haben sich an der Übung beteiligt. Verschiedene Seuchenzüge mit hochansteckenden Tierseuchen wie Ge-flügelpest, Schweinepest oder Maul- und Klauenseuche hatten in der Vergan-genheit gezeigt, dass zur Bewältigung dieser außergewöhnlichen Ereignisse eine intensive Zusammenarbeit zwischen der Veterinärfachverwaltung und dem Katastrophenschutz unab-dingbar ist. Dies sei als Fazit gewährleistet.

 

Übung aus 2007 wurde dieser Tage exakt genau wiederholt:
Schweinepest-Gefahren auch 2010 auf der
Ostalb Dank Vorsorge u. THW wieder im Griff
Landrat Klaus Pavel war wieder bei Notfallübung zur Tierseu-
chenbekämpfung im Regierungsbezirk 2010 sehr zufrieden

Aalen. Der Ostalbkreis übte wie in den Vorfahren nun wieder Ernstfall: Am 1. und 2. Juli 2010 beteiligte sich das Landrats-amt Ostalbkreis wieder an einer zwei-tägigen Notfallübung zur Bekämpfung der Klassischen Schweinepest im Regierun-gsbezirk Stuttgart. Im Rahmen eines fiktiven Seuchengeschehens werden von der am Regierungspräsidium Stuttgart eingerichteten Übungsleitung Szenarien eingespielt, die in Echtzeit von den Landratsämtern abgearbeitet werden mü-ssen. Dies geschieht jedoch aus-schließlich in Form eine Trockenübung, Betriebe werden nicht real kontaktiert. Ist die Schweinepest in einem Betrieb ausgebrochen oder besteht der Ver-dacht, so wird der betreffende Betrieb für jeglichen Tierverkehr gesperrt. Gleichzei-tig unterliegen Schweinebetriebe in ein-em Umkreis von mindestens 10 km Beschränkungen und müssen tierärztlich untersucht werden.