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"Nicht alle
Landarzt-Praxen können wieder besetzt werden":
Minister Bonde, Landrat
u. Dr. Gräter (Essing-
en) wollen Pilotprojekte auf Bund übertragen
Patienten sollen durch die Ärzteflucht in
die Zentren keinen
Nachteil haben: Telemedizin sichert Qualität auf dem Land

Minister Bonde (rechts) und Landrat
Pavel als Regísseur bei der Ankunft im Ostalbklinikum in Aalen.
AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen. "Der
Erhalt und die Stärkung der Ländlichen Räume ist in Baden-Württemberg von
zentraler Bedeutung. Bestandteile für zukunftsfähige ländliche Gebiete sind
unter anderem der Schutz von Kulturdenkmalen, die medizinische Versorgung
und die wirtsch-aftliche Kraft durch innovative Unternehmen im Ländlichen
Raum" stellte im Rahmen seiner Infosommertour Minister Alexander Bonde
am Montag, 1. August im Ostalbkreis fest und besuchte drei Proje-kte, "die
zur Sicherung des Ländlichen Raums beitragen".

"Minister Bonde auf ein Wort":
Landrat ließ keine Gelegenheit aus.
Die Stärken des Ländlichen Raums zu erhalten und auszubauen sei Aufgabe und
Ziel verschiedener Förderprogramme. Dazu zähle beisp-ielsweise das von der
EU und dem Land Baden-Württemberg finan-zierte LEADER-Programm. Eines der
durch LEADER geförderten Projekte sei die Errichtung eines Schutzbaus zum
Erhalt der historischen Bausubstanz des teilrenovierten Limestores
Rainau-Dalkingen. Deshalb besichtigte der Minister das teilreno-vierte
Lim-estor in Rainau-Dalkingen und konnte sich fast kaum mehr davon trennen.

Im Dunkeln: Ladrat Pavel:
Ostalbkreis verfügt über 1.000 Betten und ist heuts schon für die Zukunft
"sehr gut aufgestellt". Rechts: Bonde.
Auch die Gesundheitsvorsorge sei "von großer Bedeutung für zukunftsfähige
Ländliche Räume. So rücken zunehmend Strategien in den Fokus der Politik,
mit denen eine flächendeckende medizi-nische Versorgung auf unserem
anerkannt hohem Niveau gewähr-leistet werden können". Bei sinkender
Ärztezahl werde vor allem für weniger mobile Mitbürger die
Gesundheitsvorsorge zur großen Herausforderung. Hier könne die Telemedizin
einen wichtigen Beitrag leisten. Die Chancen der Telemedizin werden deshalb
im Rahmen von Modellprojekten im Ostalbkreis erprobt.

Von links Montag 1. August Landrat
Pavel, Minister Bonde Ostalbkli-nik-Krankenhausdirektor Janischowski, Aalens
OB Martin Gerlach.
Dies besichtigte der Minister auch in der Praxis bei der Vorstellung der
telemedizinischen Modellprojektes und der und der Broschüre
Sturzprophylaxe am Montag, 01. August 2011, um 14.00 Uhr, im Ostalb-Klinikum
in Aalen. Der Mister hatte die Gelegenheit prakti-sche Demonstrationen
der Modellprojekte "Tele-EKG" und "Chroni-sche Wunde" kennen zu lernen.

Überraschung: Die Kontaktfreudigkeit
Bondes bei den Begrüßungen.
Attraktive Ländliche Räume brauchen natürlich auch eine erfolgreiche
Wirtschaft. Gerade im Bereich der alternativen Energien gibt es viele
innovative Unternehmen, die sich in ländlichen Gebieten ansiedeln. Eines
dieser Unternehmen ist die Firma "green factory". Spezialisiert hat sie sich
auf die Herstellung von Unterkonstruktionssystemen für Photovoltaikmodule.
Damit ermöglicht die Firma nicht nur die Gewinnung regenerativer Energien,
sondern stärkt auch den Ländlichen Raum Baden-Württembergs. Der Minister
besuchte die Firma green factory am Montagabend in Nattheim.


Auich in Zukunft zusammenhalten:
Fachleute aus Ostalb/Stuttgart.
Jedenfalls war es kein Wunder dass der Minister schon beim Besuch in
Dalkingen im Limestor Bauklötze gestaunt hat wie hoch die Geschichte der
Ostalb und vor allem des Limes hier wach gehalten wird und zwar so dass auch
er als Landwirtschaftminister seine Kollegen in Stuttgart weiter motivieren
kann diese vorbildliche Förderung des Ostalbkreises nicht nur fortzusetzen
sondern vielleicht im rahmen des Haushalts zu erhöhen - auch in der
Telemedizin.

Als käme Angela Merkel: Einzug mit
Minister in die Ostalbklinik.
Aalens OB Martin Gerlach hatte sich den schönsten Zwirn-Anzug angezogen und
ist nicht etwa in eine Stadtkarosse eingestiegen sondern mit seinem
dienstlichen Elektro-Fahrrad vom Rathaus sogar hoch den steilen Berg
gefahren und konnte so sein Rad auf dem Radparkplatz vor dem Ostalbklinik
sicher natürlich abge-schlossen parken: "Das empfehle ich jedem der gesunde
Luft auch hier oben tanken will..."
Diese OB-Eile wenigstens zur Ankunft des Ministers pünktlich zu kommen und
einen guten Eindruck zu hinterlassen wäre eigentlich gar nicht notwendig
gewesen: Der Minister und Landrat P'avel und das Gefolge verspäteten sich
über 20 Minuten was OB Gerlach zur scherzhaften Feststellung führte und
begründete: "Sicherlich hat der Landrat alles im klitzekleinen dem
Landwirtschaftsmisister vorge-tragen und für weitere Zuschüsse am Limestor
vorgebeugt..."

Aber auch Dr. Gräter, seines Zeichens Vorsitzender der Kreis-ärzteschaft
Ostalb, musste wie der OB auf den Minister in der Vorhalle der Ostalbklinik
ungeduldig warten. Dabei erinnerte Dr. Gräter die AIZ nicht etwa an den
Besuch des Bonde-Vorgängers im Konferenz-Saal der Ostalbklinik, sondern an
den damaligen "Eklat" den er damals durch Kritik im weißen Arztkittel
verursacht hatte. Dieser AIZ-Artikel habe nicht nur weite Kreise gezogen,
sondern auch das Interesse darauf gelenkt, dass die Ärzte zurecht in den
Streik treten müssen.

Dann aber kamen der Minister und Landrat Pavel und die Sicherhei-tsleute
angerauscht: Der Minister ließ es siuch aber trotz Zeitnot nicht nehmen alle
Promis darunter Krankenhausdirektor Schneider, den Chef des Gesundheitsamtes
Dr. Walther, OB Gerlach, den Sprecher der Kreisärzteschaft Dr. Gräter aus
Essingen, OB Ger-lach., Krankenhausdirektor Janischowski aber auch zwei
Chefärzte der Ostalbklinik herzlich zu begrüßen.

Dann dauerte der Gang vom Eingang zum Konferenzsaal wieder viele Minuten,
denn Landrat Pavel musste natürlich die Vorhalle vorführen in der zur Zeit
eine Kunstausstellung gezeigt wird. Das Cafe und natürlich die haushohe
Palme in der Halle und das viele Grün in der Eingangshalle pries Pavel als
ein Bonbon für die Patienten und natürlich auch den Minister an, der
sicherlich innerlich ein bisschen Neid auf eine solch schöne Klinik sich
nicht anmerken ließ.

Minister und Landrat in sehr
prominenter Begleitung im Eingang der Ostalbklinik: Rechts Dr. Gräter (Essinfebn)
für die Kreisärzteschaft.
Im Konferenzraum skizzierte dann Landrat Klaus Pavel wie immer kurz und
bündig aber nicht ohne Lob einzuheimsen die patienten-freundliche
Krankenhaus-Politik der Ostalb an und er vergaß nicht zu erwähnen dass die
Klinik die bisher für die "Telemedizin" seit Jahren zuständig war und als
Vorbild galt geschlossen wird: "Das alles von der Telemedizin werden wir
hier im Ostalbklinikum in unseren Neubauten mit übernehmen" versicherte
Landrat Pavel und meinte "dann sind wir gut aufgestellt und für die Zukunft
bestens gerüstet".

Landrat K. Pavel als "Regisseur"
schon in Eingangshalle in Aalen.
Die erfolgreiche Gesundheitspolitik sei aber - dafür verwendete Pavel sogar
zehn Lobes-Minuten - sei aber "nur in enger Zusamm-enarbeit mit der
Kreisärzteschaft und Dr. Gräter aus Essingen möglich geworden", der in
diesen Stunden keinmerlei Kritik vorbringen konnte, zumal Landrat Pavel eine
"tolle gemeinsame Bilanz - und dafür dankte ich Ihnen ausdrücklich Dr.
Gräter und der Kreisärzteschaft vorweisen können" über die natürlich auch
der Minister Bonde aus Stuttgart von der Landesregierung nicht schl-echt
staunte:

Der Minister Bonde linke begrüßte
auch Krankenhauschef Schneider
"Wir haben derzeit schon über 1.000 Betten im Ostalbkreis im Angebot: 400
Betten in der Stauferklinik Mutlangen, 400 Betten im Ostalbklinikum in Aalen
und nun 280 Betten in Klinik in Ellwangen". Das könne sich sehen lassen. Der
Minister nickte zustimmend und kam deshalb gar nicht mehr aus dem Staunen
heraus: Der Landrat als Käpsele für das Limesmusum und die
Limes-Geschichte´der Ostalb und nun als Krankenhausboß...

Soviel Fachkompetenz: Landrat Pavel
(von links), fotogene Minister Bonde. Aalens längster OB Martin Gerlach und
der Klinikdirektor.
Überrascht hat dann die Ansprache von Minister Bonde, der insgesamt einen
sehr positiven und willigen Eindruck hinterließ die Ostalb wie die Vorgänger
auch weiter finanziell und mit gemein-samen Projekten unterstützen so
wollen: "Ich bin gerne nach Aalen gekommen um mich zu informieren" sagte der
Minister. Aber auch "die Zusammenarbeit bei den Sturzprophylaxen sei ein
inte-ressantes Objekt "obwohl ein neuer Minister Bonde ganz und gar nicht an
einen Sturz oder das Stürzen denkt". Bonde: "Aber ganz im Ernst: Die
Sturzprophylaxe können wir auch weiter gemeinsam miteinander machen".

Landrat vielleich ein bisschen
neidisch oder gönnerhaft: Für Aalens OB Martin Gerlach gab es "besonders
herzliche Bonde-Begrüßung".
Bonde weiter: "Denn die Gesellschaft wird immer älter und immer mehr
Menschen auch auf der Ostalb leiden immer mehr an gesundheitlichen
Einschränkungen. Dies für uns gerade für diesen ländlichen Raum wie die
Ostalb eine echte Herausforderung". Denn eines zeichne sich schon heute
deutlich ab und fordert Handeln:

"Nicht jede Landarzt-Praxis kann heute im ländlichen Raum wieder besetzt
werden, aber dennoch muss die ärztliche Versorgung und der Zugang dafür für
den ländlichen Raum sichergestellt bleiben und nicht nur für die Städte und
Zentren. Da tun such die Chancen für die Telemedizin auf, welche die
Qualität der Behandlung der Patienten optimiert: Wir versprechen uns davon
einen Nutzen für alle!"

Bonds Fazit: "Diese tollen Ideen der Telemedizin funktionieren nicht nur auf
der Ostalb im täglichen Alltag, sondern werden eines Tages auch auf
Bundesebene übertragen werden können. Wir werden also schauen was wir auch
bei der Telemedizin auf Bundes-Ebene vond er Ostalb mitnehmen und übertragen
können". Zum Thema Telemedizin und Stürze verweisen wir auf die bsiherigen
Sachargumente des Landrates Pavel bei den Besuchen von Ex-Sozialministerin Dr.
Monika Stolz und Ex-Landwirtschafts-Minister Hauk auf der Ostalb.


Vorbild: OB Gerlach im feinen Zwirn
kam auf dem Amts-Elektro-Rad.
Zuletzt also besuchte der Minister dir Solar-Firma in Nattheim (Landkreis
Heidenheim): Die green factory GmbH hat vor kurzem den Zuschlag für einen
Großauftrag für eine 3,74 MW Freilandanlage erhalten, welche in Gnötzheim
bis Ende Dezember 2010 fertig gestellt wird. Auf einer Fläche von
73.200 qm werden auf die green factory Freilandunter-Konstruktion 16.248
Solarmodule von Yingli Solar verbaut. Die Leistung umfasst zudem die
ausführliche Bodenbegutachtung, die Gesamtplanung des Modulfeldes. Das
all-es beeindruckte den Minister sehr. Dieter
Geissbauer

Geduldig und aufmerksam hörte
Minister Bonde (rechts) dem Vortrag von Landrat Pavel zu denn das Beste
möchte der Minister gerne auf bundesweite neue Telemedizin-Modelle recht
bald auch übertragen.

Garanten für Patientenversorgung:
Chef Janischowski u. OB Gerlach.

Da freut sich auch das Herz des
Landrates: Bonde hörte gerne zu...

Dabei beim Ostalbklinik-Einzug
Gesundheitsdezernent Walter (links)

Das Ostalbklinikum in Aalen ist
landesweit die Vorzeige-Klinik 2011.

Langes Warten auf den Minister:
Diskussions-Runden der Promis.

Der Ostalbklinikchef (rechts) und
sein Verwaltungsdirektor Schneider (links) im Dialog: In der Mitte der
lachende Dritte der Herr Chefarzt.

OB Gerlach überall ein gern
sehehener Gast: Chefarzt-Begrüßung...

In trauter Warte-Runde: Chefarzt,
Klinikbo0 und Dr. Klaus Walther.


Protest im Eingangsbereich: Daran
kam Bonde auch nicht vorbei. |