|
Im Haus der
Jugend in der Woche vom 11. bis 17. April 2016:
Projekt "InklusionsARTIG"
beseitigt "Barrier-
en im Kopf u. fördert die Toleranz
in Aalen"
Konvention über Rechte von
Menschen mit Behinderung u. gl-eicberechtigte Ausübung in Menschenrechte u.
Grundfreiheit

Interessante Kunstwerke sind entstanden. AIZ-Fotos:
Stadt Aalen
Aalen. Die Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung (CRPD)
hat den Zweck, die „… volle gleichberechtigte Ausübung aller Menschenrechte
und Grundfreiheiten durch alle Menschen mit Behinderung zu fördern, schützen
und zu gewährleisten und die Achtung ihrer angeborenen Würde zu fördern"
(Artikel 1 CRPD). Die Stadt Aalen hat einen Aktionsplan Inklusion erstellt.
Innerhalb dieses Planes veranstaltet das Haus der Jugend in der Woche vom
11. bis 17. April 2016 das Projekt InklusionsARTig - eine Kunstprojektwoche
für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderung. In dieser
Woche werden die 12 Teilnehmer im Saal des Hauses der Jugend, unter
pädagogischer Anleitung durch Holger Wengert vom Haus der Jugend eine Woche
lang Kunst schaffen. Die Gruppe wird sich aus Teilnehmern der
Kooperati-onspartner Hermann-Hesse-Schule, Uhland Realschule und
Samariterstiftung Aalen zusammensetzen. Es werden 12 Acrylbilder im Format
100 cm auf 80 cm entstehen, diese Ergebnisse werden im Anschluss im Café
Samocca ausgestellt und gewürdigt. Diese Ausstellung wird am Sonntag, 17.
April 2016 um 13 Uhr im Rahmen einer Vernissage durch OB Thilo Rentschler
eröffnet.

Das Projekt InklusionsARTig ist das Abschlussprojekt von Holger Wengert. Es
ist auch ein Bestandteil seiner Abschlussarbeit, in der er die Themen
„Inklusion" und „Kunst und ihre Wirkung auf das Klientel" behandelt. Das
Thema Inklusion begleitet ihn schon seit Beginn seiner Tätigkeit im Haus der
Jugend im Jahr 2011. Seit dieser Zeit betreut er den Freitagstreff im Haus
der Jugend, einen Offenen Treff für Jugendliche und Erwachsene – mit und
ohne Behinderung. Wenn er von diesen Abenden berichtet gerät er ins
Schwärmen, da wie er sagt, an diesen Abenden eine ganz besondere Atmosphäre
im Haus der Jugend herrscht.

Endgültig entschieden für das Thema Inklusion hat er sich nach einer
Studienfahrt im September, die ihn und seine Mitstudierenden nach Hamburg
geführt hat. Dort besuchte der Kurs die Stiftung Alsterdorf, die eine
riesige ehemalige geschlossene Behindertenein-richtung in ein neues
Stadtviertel umgewandelt hat und seiner Ansicht nach absolut vorbildliche
Arbeit in Sachen Inklusion leistet.

Das Projekt soll Barrieren im Kopf beseitigen und Akzeptanz und Toleranz
fördern, die teilnehmenden Schüler sollen den Menschen hinter der
Behinderung kennen lernen. Am Mittwoch, 13. April und Donnerstag, 14. April
von 14.30 Uhr bis 16 Uhr, haben interessierte Bürgerinnen und Bürger die
Möglichkeit in Form eines offenen Ateliers die Werke bei der Entstehung zu
beobachten.

OB Thilo Rentschler hat die Schirmherrschaft für das Projekt InklusionsARTig
übernommen, Bürgermeister Ehrmann wird die Kunst-Projektwoche am Montag, 11.
April um 9.30 Uhr eröffnen. Am Mittwoch, 13. April um 19 Uhr findet im Haus
der Jugend eine Podiumsdiskussion zum Thema „Inklusion – Was ist möglich?
Was ist notwendig? Was ist unnötig?" statt. Neben Oberbürgermeister
Rentschler nehmen daran unter anderem Michael Schubert, Regionalleiter der
Samariterstiftung - Behindertenhilfe Ostalb und Markus Zeller, Rektor der
Hermann-Hesse-Schule teil. Die Podiumsdiskussion und die Vernissage werden
von Benedikt Fuchs an Gitarre und Cello sowie Sebastian Schall an den
Turntables musikalisch umrahmt.



|