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Am Ostersonntag 27. März 2016
am Morgen um sieben Uhr:
Auch die 150 Aalener dokumentierten auf
Johannesfriedhof: Jesus ist auferstanden"
Stadtpfarrer Bernhard Richter am Holz-Kreuz:
"Wir haben zw-
ar eine Stunde heute verloren aber Auferstehung gewonnen"

Aalens Stadtpfarrer und SPD-Kreisrat Bernhard Richter als Missionar beim
Auferstehungsgottesdienst im Freien an der Außenmauer des
Johannes-Friedhofes: Es kommen von Jahr zu Ja-hr immer mehr an Ostern...
AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen. Die Tradition wurde um sieben Uhr am frühen Morgen an der
Mauer der St. Johann-Kirche auf dem Johannes-Friedhof am Sonntag
27. März 2016 fortgesetzt: Der "Auferstehungs-Gottesdienst und da mehr als im letzten Jahr
kamen und diese Gemeinsamkeit der Feier der Auferstehung Jesu Christi keiner
versäumte, obwohl die Uhr auf Sommerzeit eine Stunde verstellt wurde), auch
ein Erlebnis ist ür alle die da waren, hatte es Stadtpfarrer Bernhard
Richter leicht angesichts der Mitwirkung des CVJM-Posaunenchores Gottes
Worte zur Auferstehung von Christus wieder unter die Leute zu bringen,
weshalb ein Kommen kein einziger bereute:. Der CVJM-Posaunenchor gab diesem
"Auferstehungs-Gottesdienst" den würdigen Rahmen und während die
Katholischen auf der Ostalb feierten (darauf kommen wir noch zurück) haben
die Evangelischen die Auferstehung im Freien gefeiert.

Stadtpfarrer Bernhard Richter begrüßte die 150 Christen - darunter wie 2015
wieder Claus Albrecht (Vorsitzender des Bundes der Selbständigen) treffend
denn die Zahl derer nahm um 50 % zu die am frühen Morgen das Bett verließen,
die Uhr eine Stunde vorstellten und diese einmalige Atmosphäre der gläubigen
Aalener Gemeinschaft und derer die Christus kennen lernen wollen. Denn
erstmals seit Jahren haben die Schneeglöckchen und gelbe Krokusse dieses
Fest der Auferstehung in sehr großer Anzahl mit-gefeiert und der
Posaunenchor trat in rekordverdächtiger Besetzung an und folgte den
Weisungen von Dirigent Wolfgang Böttiger:

Aber auch die Jugend nahm erstmal mit dem Posaunenchor rege an dieser
Auferstehungs-Feierstunde teil. Nur eines war unverständlich: Die
Osterbotschaft stand natürlich (Matthäus 28 Verse 1-10) im Mittelpunkt
und fast alle Menschen und Christen hatten eine traurige Mine wie man sie
ansonsten auf dem Johannesfriedhof zwischen Ex-Leichenhalle und Gräbern eben
aufsetzt: Freude und Fröhlichkeit wäre bei dem Auferstehungs-Gottesdienst angebrachtgewesen, so wie man echte
Christen erkennt: Zumindest mit einem freundlichen aber auch glücklichen
Lächeln.

Pfarrer Richter war ohne Zweifel die Zustimmung aller sicher: "Wir jubeln
über den Sieg des Lebens über den Tod (Auferstehung). Wir wollen jetzt und
heute und an allen folgenden Tagen etwas von seiner Auferstehung spüren -
auch in dieser leider von Terror udn Kriegen geprägten Welt".

Das "Halleluja" Dank der Auferstehung war nicht zu überhören vor allem in
gemeinsam gesungenen Liedern und EG 99 "Christ erst erstanden": Christ ist
erstanden von der Marter alle; des sollen wir alle froh sein. Christ will
unser Trost sein. Kyrieleis. Wär er nicht erstanden, so wär die Welt
vergangen; seit dass er erstanden ist, so loben wir den Vater Jesu Christ,
Kyrieleis, Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah".

Aber auch EG 115, 1, 2, 5 und 6 "Jesus liebt mich, mit ihm auch ich" gab
allen 150 Trost und Hoffnung unter anderem: "Jesus lebt! Ihm ist das Reich
über alle Welt gegeben, mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrschen, ewig
leben. Gott erfüllt, was er verspricht, dies ist meine Zuversicht". Und
"Jesus lebt! ich bin gewiss, nichts soll mich von Jesus scheiden, keine
Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden. Seine Treue wanket
nicht; das ist meine Zuversicht. Jesus lebt! Nun ist der Tod mir der Eingang
in das Leben. Welchen Trost in Todesnot wird er meiner Seele geben,
wenn sie gläubig zu ihm spricht": Herr, Herr, meine Zuversicht!"

Diese verkürzte Osternacht, die Nacht vom
Karsamstag auf den
Ostersonntag, ist im
Kirchenjahr die „Nacht der Nächte“: eine Nacht des Wachens und
Betens zum
Gedenken an die
Auferstehung Jesu Christi von den Toten und damit an den Durchgang vom
Tod ins Leben. In den Kirchen Mitteleuropas wird der
Karsamstag still begangen, mündet aber in den feierlichen
Gottesdienst der Osternacht. Die
liturgische Feier der hochheiligen Osternacht beginnt entweder am
Vorabend frühestens nach Sonnenuntergang oder in der Frühe des
Ostermorgens zwischen 4 und 6 Uhr, vor der
Morgendämmerung. Auf den
Wortgottesdienst folgen die
Taufliturgie
bzw. das Taufgedächtnis und die Feier der
Eucharistie.

Der
große Posaunenchor probte in der Kirche für großen Auftritt.
Daneben gibt es auch im Ostalbkreis die Form der „Vollvigil“,
bei der am Anfang der Nacht die
Lichtfeier
steht, über die Nacht die Lesungen mit ihren
Antwortgesängen und
Orationen
mit langen Zeiten der Stille erfolgen und gegen Morgen die Feier mit dem
Gloria
fortgesetzt wird. In diesem Fall wird sich die feiernde Gemeinde zu Beginn
komplett versammeln, während der Lesungen in „Schichten“ anwesend sein und
dann zum Gloria wieder vollständig weiterfeiern. Mit dieser Form der
Vollvigil hat die Lichtfeier ihren sinnvollen Platz am Beginn der Nacht, die
Lesungen in der Nacht gestalten die Zeit des Wartens, und die gemeinsame
Feier von Gloria, Osterlesungen, Taufe und
Eucharistiefeier im Morgengrauen berücksichtigen die Zeitangaben der
Osterevangelien.

Der Ostersonntag ist also auch im Aalener
Christentum der Festtag der
Auferstehung Jesu Christi, der nach dem
Neuen Testament als
Sohn Gottes den
Tod überwunden hat. Es ist der ranghöchste Fei-ertag im
Kirchenjahr. Mit ihm beginnen das
Osterfest und die Osterzeit, zugleich beendet die liturgische
Vesper des Ostersonnt-ags das
Triduum Sacrum (die heiligen drei Tage).

Das leere Grab lässt sich nach Eigenaussage der Texte verschieden deuten und rief von sich aus noch keinen Glauben an Jesu Auferstehung, sondern zunächst Furcht, Ratlosigkeit, Trauer und
Unverständnis hervor (Mk 16,8 EU;
Lk 24,4 EU;
Joh 20,2.9.11.15 EU). Erst die Jesus-Erscheinungen weckten Glauben und Freude (Joh 20,20 EU), die auch in
spätere Varianten der Grabgeschichte eindrang (Mt 28,8 EU). So
bestätigte das leere Grab für die Urchristen auch heute den entstandenen Auferstehungs-glauben.

Direkt neben
dem Friedhof: Die ehemalige Johann-Leichenhalle.
Die Grabfindungsgeschichte
und das leere Grab ausgerechnet auf dem Johannes-Friedhof wurde wieder
unterschiedlich empfunden: Die einen der 150 haben ihren Glauben erneut
gestärkt und andere haben wieder zum Glauben zurück gefunden, sodass man
heute schon davon ausgehen kann dass der von Pfarrer Richter dankbar
angesprochene Zugang von 50 % mehr Besuchern als sonst sich nächstes Jahr
weiter steigern wird. Die Auferstehung hat uns allen die wir dabei sein
durften Hoffnung und Mut in die Zukunft gegeben und vor allem die
christliche Gemeinschaft von jung und alt auf dem Johannesfriedhof hat
wieder alle zusammen geschweißt und deutlich gemacht dass die Bibel nach wie
vor Zukunft hat.
Dieter Geissbauer

In der Evang. Kirche in Aalen begann dann das Osterfest mit
der Osternachtsfeier in der Stadtkirche mit Pfarrerin Caroline Bender. Am
frühen Morgen feierte Pfarrer Marco Frey eine Auferstehungsfeier in der
Markuskirche mit anschl. Frühstück. Über dem Johannes-friedhof war es noch
dämmrig, als festliche Posaunenklänge den Auferstehungsgottesdienst
eröffneten. ?Wir haben eine Stunde verloren, aber die Auferstehung gewonnen,
betonte Pfarrer Bernhard Richter in seiner Begrüßung mit Blick auf die
umgestellte Uhr in der Nacht zuvor. Ursula Schäfer las das Osterevangelium
aus Matthäus 28.1-10. ?Christ ist erstanden! Halleluja? sang die Gemeinde
und gab damit ein kräftiges Zeugnis des Glaubens am frühen Ostermorgen.
Während der Predigt ging die Sonne auf und bescheinigte die rund 150
Besucher mit einem hellen Osterlicht.

Richter sprach von dem Sieg des Lebens über den Tod. Dies sei das Zeugnis
von Ostern. Diese österliche Gewissheit mache die Christen zu Siegern, den
am Ostermorgen habe der Tod eine kräftige Niederlage einstecken müssen. Auch
wenn die Welt nach Ostern sicher nicht friedlicher wird, müsse die die
Kraft der Auferstehung wirken, auch in den Sorgen und Niederlagen des
Alltages.

Im Festgottesdienst in der Stadtkirche, in dem wiederum der Posaunenchor des
CVJM Aalen unter Leitung von Wolfgang Böttiger die festlichen musikalischen
Akzente setzt, wurden zwei Buben von Pfarrer Bernhard Richter getauft.

Schneeglöcken weit und breit
mit Krokussen gemischt im Friedhof.












Beeindruckender Klangkörper:
Der Posaunenchor auch mit Jugend.


Die
"Auferstehung" rückte Pfarrer
Bernhard Richter ins rechte Licht.



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