Toleranz, Nachbarschaftsnähe und Nachbarschafts-Pflege:
VdK: "Unterbringung der Flüchtlinge in Unt-
erkochen wird Gradmesser für uns alle sein"
"Wenn wir durchs Leben gehen stoßen wir auf vielerlei Barri-
eren":  "
Die Sorgen und Ängste der Bewohner im Knöckling"

Vorstand Vertrauen ausgesprochen: Unser Bild zeigt die Geehrten VdK-ler und (rechts) den Kreisvorsitzenden Ronald Weinschenk.      
Aalen-Unterkochen/Ebnat.
Am 19 März 2016 fand im Gasthaus Adler in Unterkochen die Jahreshauptversammlung des VdK OV Unterkochen – Ebnat statt. Der Geschäftsbericht des VdK Vorsitzenden Bruno Tamm stand unter dem Motto „Wenn jeder dem anderen helfen wollte, dann wäre allen geholfen". Er hob drei wichtige Aspekte hervor. Zum einen sei es die Altersarmut und die Situation der älteren und sozialschwachen Bürger. Es ist immer noch die Tatsache, dass einige VdK Mitglieder gezwungen sind in altersgerechten Einrichtungen außerhalb ihres gewohnten Familien- und Freundeskreises zu leben.

Ein weiterer Aspekt sei die Kampagne
Barrierefreiheit vom Bund-essozialverband des VdK Deutschland. Wenn wir durchs Leben gehen, stoßen wir auf vielerlei Barrieren. Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht. Diese Kampagne unterstützt unser Ortsverband im vollen Umfang. Wir erreichen alle im Miteinander und Füreinander dann auch Veränderungen. Aber nur dann , wenn es gelingt, uns miteinander uns zu verständigen und im Nachgang füreinander zu kämpfen.

Bruno Tamm wies als dritten Aspekt auf das große Thema der Unt-erbringung der Flüchtlinge vor Ort hin. Es sind viele Menschen, die in Ihrer Heimat durch die Kriegswirren keine anderen Perspektiven mehr sehen als die Flucht. Das Thema Unterbringung der Flüchtlinge in Unterkochen wird in naher Zukunft ein Gradmesser für uns alle sein, bezüglich der Toleranz, Nachbarschaftsnähe und Nachbarsch-aftspflege. Das geht aber nur im vertrauensvollen und gegenseitigen Miteinander. Er forderte alle Anwesenden im Vorfeld auf, wachsam zu sein, hinzuschauen, aufeinander aufzupassen und Unregelmäßig-keiten gleich den Behörden zu melden. Das hat nichts mit Denun-ziantentum zu tun, sondern mit Zivilcourage. Wenn Häuser brennen dann ist es schon zu spät. Er betonte aber auch, dass man die Sorgen und Ängste der Bewohner in Unterkochen besonders derer im Knöcklig ernst nehmen muss. Es ist deshalb wichtig, immer aufeinander zuzugehen, miteinander zu reden und nach gemeins-amen Lösungen zu suchen.

Dem Ortschaftsrat Unterkochen zollte er großen Respekt. Er hat die Probleme beim Beschluss der Flüchtlingsunterbringung nicht auf die leichte Schulter genommen, sondern beraten und dann entschieden. Der Ortsverband VdK zählt zurzeit 350 Mitglieder. Der Vorsitzende sprach den Ausschussmitgliedern Dank für die gute Zusamm-enarbeit aus.

Der Kreisvorsitzende Ronald Weinschenk aus Hüttlingen sprach in seinem Grußwort zum Thema Altersarmut und führte bildhaft vor, wie die Schere reich und arm besonders im Alter auseinander geht. Zur Barrierefreiheit zeigte er das Beispiel Hüttlingen auf. In der Gemeinde bestehe ein Beratungsmodell mit dem VdK Ortsverband schon seit geraumer Zeit.

Im Grußwort der Ortsvorsteherin Heidi Matzik betonte sie, dass der Wahlspruch „vom Ich zum Wir" eine wichtige Rolle im Älterwerden spielt. Der VdK bietet die Plattform für eine Gemeinschaft in Unterkochen. Für die älteren Bürger von Unterkochen kann sie momentan keine Hoffnungen machen, dass sich im Bezug auf ein Seniorenheim in den kommenden Jahren etwas tut.

Der Ebnater Ortsvorsteher Traub sprach zum Thema Barrierefreiheit die Bürger sollen die Augen offen halten und sich auf den Ämtern melden, dann werden Stolperfallen oder andere Missstände wenn möglich behoben. Im Bezug auf die Flüchtlingsproblematik erwähnte er, dass die Rechtsstaatlichkeit in jedem Fall garantiert sein muss.

Das Ehrenmitglied Karl Maier (Ex-Ortsvorsteher aus Unterkochen) äußerte zwei Bemerkungen : Erstens der VdK ist notwendiger denn je, bezüglich der Absenkung des Rentenniveau. Der VdK ist der Anwalt der kleinen Leute. 404 Euro ist im Augenblick der Grundsicherungsbetrag das ist viel zu wenig. Zweitens gönnt sich der Allianz Vorstand 8 Millionen, wenn man das hochrechnet auf andere Unternehmen gibt es für Vorstände der Industrie Milliarden Euro an Bonuszahlungen. Diese Gelder müssen wiederum die Beschäftigten einarbeiten.

Ehrungen wurden für folgende Mitglieder durchgeführt, für 25 Jahre : Frau Emma Hahn für 10 Jahre Mitgliedschaft : Hans Böhm, Kai Bühler, Anica Dambacher, Hildegard Hahn, Angelika Höll, Alexandra Krause, Andreas Krause, Relindis Litke, Herbert Meixner, Doris Schlappa, Martha Schneider, Annelise Seibold, Irmgard Traub, Julius Traub und Karl Weber Leider konnten nicht alle Jubilare zur Ehrung anwesend sein.

Bei den Vorstandswahlen gab es eine erneute Bestätigung der bis-herigen Vorstandschaft . Folgende Änderungen mussten zur Kennt-nis genommen werden Rosemarie Grumer steht für das Amt der Revisorin nicht mehr zur Verfügung. Gewählt wurden : Vorsitzender Bruno Tamm, Stellvertreter Gottfried Alt, Schriftführerin Ilse Wiehler- Galbas Kassiererin Roswitha Weber , Frauenvertreterin Anne Lietzenmaier. Die anderen Ausschussmitglieder : Karl Weber, Kurt Gall, Adele Buck, Elvira Krämer, Gerda Kastl, Josef Dietenmaier. Neue Mitglieder im Ausschuss : Doris Tamm, Waltraud Alt sowie neuer Revisor : Hans Dieter Matzik.

Beim gemütlichen Teil wurde eine Tombola verlost . Spenden zu bekommen ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr. Wir danken deshalb allen Gönnern und Freunden, die uns wohlgesonnen sind.