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LESERBRIEFE an die AIZ zu aktuellen
Themen unzensiert:
Beginn: 14.00 Uhr Veranstaltungsort: Taekwondo- Center D´Amico, Vorstadtstr. 53, 73614 Schorndorf Thema: Strategien gegen Sex- u. Gewalttäter. Schreien, kratzen, beißen, treten, schlagen - alles ist erlaubt. Die Schulung in Theorie und Praxe, in Kombination mit diversen „Rollenspielen„ verdeutlicht das Vorgehen im Ernstfall. Leitung: Gino D´Amico, Fon: 07181 - 63550 Referent: Alfred Brandner, Fon: 0176 - 50283564, 07171-5548 Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Das Seminar eignet sich für Teilnehmerinnen ab ca. 7 Jahren. Sicher haben Sie noch Fragen. Gerne stehe ich Ihren Fragen zu Ihrem Anliegen Rede und Antwort. Rufen Sie mich ganz einfach und unverbindlich dazu an.
ALFRED BRANDNER Moltkestraße 23 73525 Schwäbisch Gmünd Gewalt und Aggressionen gegen Mädchen und Frauen. Eine
Aussage, die nicht nur ein Wortspiel ist, sondern leider allzu oft auch
bittere Realität. Anstarren, obszönen Bemerkungen, Belästigungen bis hin zu tatsächlichen Bedrohung. Frauen u. Mädchen sind diesen, zum Teil sehr üblen Zudringlichkeiten so sehr ausgesetzt, dass dieses Geschehen in unserer Gesellschaft schon als völlig normal empfunden wird. Die Tatorte sind fast überall - in der eigenen Wohnung, auf der Straße, in öffentlichen Verkehrsmitteln, am Arbeitsplatz und sehr oft auch am Telefon. Zum Thema Gewalt gegen Frauen möchte ich betonen, dass dieses Geschehen wahr- u. auch sehr ernst genommen werden muss. Mädchen u. Frauen müssen Gewalt nicht einfach erleiden und hinnehmen. Wir alle müssen dagegen angehen- insbesondere auch die Betroffenen selbst. Gewalt gegen Frauen in den unterschiedlichsten Erschein-ungsformen, darf nicht nur ein Problem der Opfer sein -diese Form der Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Geschehen, das uns alle, und insbesondere auch die Männer angeht. Auch wenn das Unrechtsempfinden mancher Zeitgenossen noch gering entwickelt ist - Gewalt gegen Frauen ist und bleibt Unrecht. Wichtig ist auch der Sachverhalt, dass ein Angriff auf den Körper einer Frau zugleich ein Angriff auf die Psyche ist. Frauen die Opfer von körperlicher Gewalt wurden, erleben Ohnmacht, Trauer, Ekel, Wut und oftmals Todesangst. Diese sehr belastenden Empfindungen, die meistens therapeutischer Hilfe bedürfen, können in ungünstigen Fällen ein ständiger, und lebenslanger Begleiter sein. Was können wir dagegen tun? Gefahrenlagen frühzeitig erkennen Vorausschauendes Verhalten ist eine der wichtigsten Grundlagen. Sie müssen Gefahrenlagen frühzeitig erkennen. Folgen Sie ruhig auch Ihrem „Bauchgefühl". Angst ist ein natürliches Geschehen, und hilft sehr oft eine drohende Situation zu umgehen. Gehen Sie der Gefahr aus dem Weg Täter suchen Opfer aber keine Gegner Zeigen Sie sich selbstbewusst. Lassen Sie sich nicht provozieren. Setzen Sie klare Zeichen. Gehen Sie einfach weiter. Bei einer Anmache in sexueller Manier, können Aussagen, wie z.B. „verschwinde, besorge es dir doch selbst" dazu beitragen, dass die Situation befriedet ist, weil der Täter tatsächlich verschwindet. Erwecken Sie die Aufmerksamkeit anderer Fordern Sie andere Menschen mit lauter Stimme gezielt zur Hilfeleistung auf. So z. B.: Sie mit der hellen Hose rufen sie sofort die Polizei, der Mensch hier bedrängt mich…Oder: sehen sie wie der mich betatscht, helfen Sie mir. Wichtig ist, dass Sie nicht um Hilfe „betteln" sondern wirksam, und eindringlich die erforderliche Hilfestellung einfordern- es gibt einen Rechtsanspruch, auf den Sie ggf. hinweisen können. Wer nicht hilft kann zur Verantwortung gezogen werden. ( § 323 c StGB Unterlassenen Hilfeleistung). Die klaren Grenzen setzen und überzeugend auftreten: „Stopp: fassen Sie mich nicht an" „Stopp, fassen Sie mich nicht an". Das Auftreten muss überzeugend wirken. Die Hände sind wie ein „Schutzschild" vor Gesicht u. Körper. Sprechen Sie mit lauter und fester Stimme. Reden Sie den Straftäter mit „Sie" an. Außenstehende sollen erkennen, dass es sich um eine für Sie unbekannte Person handelt. Flucht ist die beste Selbstverteidigung Besteht die Möglichkeit zur Flucht, dann nichts wie weg, und anschließend aus sicherer Entfernung über den Polizei-Notruf 110 Hilfe anfordern. Das gilt insbesondere auch für Frauen, welche in Wohnräumen, Fahrzeugen oder anderen Orten von ihren Peinigern misshandelt werden. Suchen Sie sich eine Schutzzone Flüchten Sie in Verkaufsräume, Arztpraxen oder andere Institutionen mit hoher Menschenansammlung. Fordern Sie laut und unmiss-verständlich Hilfe an. Frauen und Mädchen müssen sich wehren Nicht immer ist es mit verbalen Auseinandersetzungen getan. Dann müssen Sie sich wehren. Laut schreien, Beißen, Kratzen, Schlagen und treten - alles ist erlaubt. Mädchen u. Frauen sollten in der Lage sein, Männer von denen sie sich nicht anfassen lassen wollen, bei einem Übergriff, in einem geeigneten Moment (Überraschungseffekt) z.B. mit voller Wucht in die „Eier" zu treten. Sollte der Täter bereits auf der Frau sein, dann hilft ggf. nur noch der kräftige „Stich" mit den Fingern in die Augen. Auch ein kräftiger Schlag unter die Nase sorgt für „Entlastung"(§§ 32, 33 Notwehr, überschreiten der Notwehr, § 34 Rechtfertigender Notstand) Dem Angreifer muss man ernsthaft weh tun. Nur so verschaffen Sie sich die Möglichkeit zur Flucht. Denken Sie nicht daran, was dem Täter durch Ihre Gegenwehr passieren könnte, sondern daran was mit Ihnen geschehen kann, wenn Sie sich nicht wehren! Selbstschutz - Seminare für Mädchen/Frauen Ich empfehle Mädchen und Frauen, geeignete Maßnahmen zur Stärkung des Selbstbewusstseins. Ziel aller Maßnahmen, sollte nicht die Einschränkung allgemeiner Bewegungsfreiheit sein. Es müssen Handlungsmöglichkeiten zur Bewältigung „heikler Situationen" aufgezeigt und erlernt werden. |